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Deutschland / Weltweit Neues Logo für regionale Produkte kommt 2014
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Weltweit Neues Logo für regionale Produkte kommt 2014
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17:50 11.09.2013
Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU)  zeigt das neue Logo für regionale Produkte. Quelle: dpa
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Berlin

Für mehr Klarheit bei regionalen Lebensmitteln sollen Kunden im kommenden Jahr ein neues Logo auf vielen Packungen finden. In einem „Regionalfenster“ soll zu sehen sein, wo das Produkt verarbeitet wurde, welche Region gemeint ist und dass die Hauptzutat komplett von dort stammt, wie das Bundesverbraucherministerium am Mittwoch mitteilte. Nach einem Test im vergangenen Frühjahr soll das Logo, das Anbieter freiwillig nutzen können, zur Agrarmesse Grüne Woche Anfang 2014 bundesweit bei mehreren Handelsketten eingeführt werden. Verbraucherschützer und Grüne forderten weitere Schritte.

Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) sagte: „Wer als Kunde bereit ist, mehr zu zahlen, muss sich darauf verlassen können, auch mehr zu bekommen.“ Sie sei zuversichtlich, dass Verbraucher das Logo schnell annähmen und weitere Hersteller und Händler es nutzten. Erste Lizenznehmer sind laut Ministerium die Ketten Edeka, Rewe und Tegut. Der Discounter Netto will eine Nutzung prüfen. Zu Jahresbeginn war das Logo mit 150 Produkten in fünf Regionen getestet worden.

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Die Verbraucherorganisation Foodwatch kritisierte, das freiwillige Siegel werde an flächendeckender Täuschung mit falschen Regionalversprechen nichts ändern. „Nur eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung kann den Regionalschwindel beenden“, sagte die Expertin für Lebensmittelwerbung, Anne Markwardt. Baden-Württembergs Verbraucherminister Alexander Bonde (Grüne) forderte obligatorische Mindestanforderungen etwa für Futter aus der Region. Die Vorsitzende der Länder-Verbraucherministerkonferenz, Hessens Ressortchefin Lucia Puttrich (CDU), nannte das Logo dagegen „praktisch und pragmatisch“.

In Deutschland gibt es bereits mehrere Siegel und Marken für die Regionalität von Lebensmitteln. Für sie gelten aber keine einheitlichen Kriterien. Aigner sagte, das „Regionalfenster“ könne Impulse für eine Pflicht-Kennzeichnung geben, die derzeit in der EU geprüft wird.

Dass Produkte aus ihrer Heimatregion kommen, ist immer mehr Kunden wichtig. Laut einer Befragung für das „Regionalfenster“-Projekt bevorzugen drei Viertel der Verbraucher regionale Lebensmittel. Rund 70 Prozent sind demnach bereit, dafür einen höheren Preis zu zahlen.

dpa/sag

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