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Deutschland / Weltweit OHE-Konzern braucht mehr Mitarbeiter
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Weltweit OHE-Konzern braucht mehr Mitarbeiter
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16:34 14.01.2014
Von Dirk Stelzl
Die OHE-Tochter Erixx fährt von Dezember an auf weiteren Strecken. Das Unternehmen will deshalb zusätzliches Personal einstellen. Quelle: Nico Herzog
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Hannover

Gesucht würden etwa Triebfahrzeugführer und Zugbegleiter. Außerdem hat der OHE-Konzern den Verkauf seiner Gütertransporttochter abgeblasen. Die OHE Cargo mit etwa 45 Beschäftigten soll weiterhin zum Konzern gehören. Dagegen führen die OHE-Manager Gespräche über eine mögliche Veräußerung der Celler Spedition KOG.

Die OHE-Bahntochter Erixx fährt bereits im Personenverkehr mit ihrem „Heidesprinter“ zwischen Hannover und Buchholz in der Nordheide sowie zwischen Bremen und Uelzen. Vom 14. Dezember dieses Jahres an soll sie außerdem Strecken des „Dieselnetzes Niedersachsen-Südost II“ betreiben - etwa zwischen Hannover und Bad Harzburg, aber auch zwischen Uelzen und Braunschweig, zwischen Braunschweig und Bad Harzburg sowie zwischen Lüneburg und Dannenberg. Um die zusätzlichen Aufgaben bewältigen zu können, benötigt die Firma mehr Mitarbeiter.

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Vom Schienenpersonenverkehr verspricht sich die OHE-Gruppe in den kommenden Jahren weiteres Wachstum. Der Celler Konzern mit insgesamt etwa 1600 Beschäftigten, zu dem auch Busfirmen und indirekt die Bahngesellschaft Metronom gehört, will sich an weiteren Ausschreibungen von Nahverkehrsleistungen beteiligen.

Dahinter steht auch das Vorhaben der OHE-Mutter Netinera, sich vor allem auf Personenverkehr zu konzentrieren. Bereits vor etwa einem Jahr hatte das Unternehmen angekündigt, dass ein Käufer für die Güter-Sparte der OHE gesucht werde. Inzwischen hat man seine Meinung geändert: Die Tochter OHE Cargo soll bei dem Konzern bleiben und „weiterentwickelt“ werden, erklärte Kloppenburg. Sie will in den kommenden Jahren sogar zusätzliche Lokführer einstellen. „Wir werden jetzt keine Verkaufsanstrengungen mehr unternehmen.“ OHE Cargo habe nach schwierigen Jahren die Wende geschafft und neue Geschäftsfelder erschlossen. Die OHE-Manager hätten die Muttergesellschaft von den günstigen Aussichten der Güter-Tochter überzeugen können. Nach Ansicht von Betriebsrat Wilfried Tinat wäre ein Verkauf von OHE Cargo ein „großer Fehler“ gewesen.

Die OHE musste unlängst einen Rückschlag hinnehmen, weil DB Schenker eine Kooperation beendet und der OHE Transportaufträge entzogen hat. Den Verlust des Schenker-Auftrags könne das Celler Unternehmen ohne Stellenabbau verkraften, da es neue Geschäfte mit anderen Kunden mache, sagte OHE-Cargo-Geschäftsführer Ernst-Stefan Bruns. So übernimmt die Firma Transporte etwa für die Auto-, Mineralöl- oder Stahlbranche. Außerdem fahren OHE-Güterzüge verstärkt auch ins Ausland.

Gleichwohl will sich der OHE-Konzern von Aktivitäten trennen - von den Hafenumschlagbetrieben in Wittingen, Uelzen und Lüneburg. Außerdem könnte die Spedition KOG veräußert werden, die rund 40 Mitarbeiter beschäftigt und sich in einem Markt mit hartem Preisdruck behaupten muss. Eine Entscheidung dazu ist noch nicht gefallen, wie Bruns betont. Es sei auch denkbar, dass die OHE an der Kraftverkehr Osthannover (KOG) festhalten werde. Betriebsrat Tinat pocht darauf, dass Stellen bei der KOG erhalten bleiben und sich die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten nicht verschlechtern. Der OHE-Konzern erzielte 2013 einen Umsatz von etwa 260 Millionen Euro - nach 254 Millionen Euro im Vorjahr.

Dirk Stelzl 16.01.2014
Carola Böse-Fischer 16.01.2014