Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Deutschland / Weltweit Prekäre Arbeit im Netz: “Digitalisierung wird missbraucht”
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Weltweit Prekäre Arbeit im Netz: “Digitalisierung wird missbraucht”
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:35 28.10.2019
Clickworker können theoretisch von überall aus arbeiten. Hauptsache, es gibt eine Internetverbindung. Davon zu leben, ist allerdings schwer.
Berlin

Ein paar Klicks - und schon kann man heutzutage Aufträge per Internet bekommen und dort auch erlDer Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) fordert höhere Schutzstandards für Plattformarbeiter. So müsse es für Menschen, die von webbasierten Dienstleistern abhängig sind, verbindliche Mindestarbeitsbedingungen geben, heißt es in einem DGB-Positionspapier zur Plattformarbeit, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorlag. "Als unterste Haltelinie sollten auch Branchen-Mindesthonorare eingeführt werden", so der DGB. Plattformarbeit umfasst etwa Liefertätigkeiten, IT-Service oder Personenbeförderung.

DGB sieht Handlungsbedarf

Zudem fordert der DGB, die Selbständigkeit von Betroffenen zu überprüfen: Wer von Weisungen der Plattformen abhängig und eng eingebunden sei, könne nicht als selbständig gelten.

Mehr zum Thema

Der Fall Uber: So hart kann es sein, eine KI als Chef zu haben

DGB: Mehr als zwei Millionen Menschen werden um den Mindestlohn betrogen

DGB-Chef Reiner Hoffmann sagte angesichts des am Montag beginnenden Digitalgipfels der Bundesregierung in Dortmund der dpa: "Wir brauchen faire Regeln für Plattformarbeit, denn hier wird die Digitalisierung in weiten Teilen missbraucht, um prekäre Arbeit zu organisieren." Ein grundlegendes Problem sei, dass Plattformarbeiter oft als Selbständige angeheuert würden, obwohl sie gar nicht unabhängig seien, sondern über Algorithmen gesteuert, überwacht und bewertet würden. "Mit selbständiger Arbeit hat Plattformarbeit deshalb oft nichts zu tun." Dies solle politisch nicht länger geduldet werden, forderte Hoffman.

RND/dpa

Wer aus einem Start-up ein erfolgreiches Unternehmen machen will, geht ein hohes Risiko ein - und braucht Geldgeber. Daran hapert es in Deutschland nach wie vor.

28.10.2019

Insgesamt „neun Faktoren“ haben zum Absturz der Maschine vor einem Jahr geführt. Im Zentrum der Kritik stehen die Piloten. Sie konnten das System nicht bedienen – 189 Menschen mussten sterben.

25.10.2019

Die schlechten Nachrichten aus der Wirtschaft drücken die Konsumlust der Verbraucher. Auch die Unternehmen blicken skeptisch auf ihre Lage. Nur einer kann sich freuen: Finanzminister Olaf Scholz (SPD). Die Steuereinnahmen steigen stärker als erwartet – noch.

26.10.2019