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Deutschland / Weltweit RWE verschärft den Sparkurs und halbiert die Belegschaft in der Zentrale
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Weltweit RWE verschärft den Sparkurs und halbiert die Belegschaft in der Zentrale
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08:44 23.09.2010
Das von dem Stromkonzern RWE betriebene Atomkraftwerk (AKW) Biblis in Südhessen
Das von dem Stromkonzern RWE betriebene Atomkraftwerk (AKW) Biblis in Südhessen. Quelle: dpa
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Wie die „Süddeutschen Zeitung“ am Donnerstag berichtet, will RWE seine Zentrale um 400 auf 840 Mitarbeiter verkleinern. Weite Teile des Inlandsgeschäfts werden künftig in einer neuen Deutschland AG gebündelt. Der Konzern werde seinen Sparkurs in den kommenden Jahren noch verschärfen, verlautet aus dem Management.

Zum Jahreswechsel will RWE dem Bericht zufolge den inländischen Vertrieb und seine Gesellschaft für Verteilnetze in einer neuen Deutschland AG zusammenführen. Ziel sei es, die Kosten zu senken. Betriebsbedingte Kündigungen sind bei RWE noch bis 2012 ausgeschlossen. Auch auf internationaler Ebene will der Konzern seine aufgeblähte Struktur straffen. So sollen das Zentral- und Südosteuropa-Geschäft zu einer Tochter fusionieren.

Auf der Tagesordnung des Kontrollgremiums steht zudem eine richtungsweisende Personalie: Der 58-jährige Vorstand Ulrich Jobs soll den Konzern vor Auslaufen seines Vertrags verlassen. Man trenne sich in gegenseitigen Einvernehmen, verlautet aus dem Konzern. Jobs’ Aufgaben sollen auf RWE-Vizechef Rolf Martin Schmitz und Strategiechef Leonhard Birnbaum übergehen.

Gescheitert ist RWE-Chef Großmann vor der Aufsichtsratssitzung dem Bericht zufolge mit dem Versuch, den Einfluss der mächtigen Kommunen bei RWE zu begrenzen. Ein entsprechender zweiter Schritt des Konzernumbaus stehe nicht mehr auf der Tagesordnung der Kontrolleure, hieß es aus dem Aufsichtsrat.

dpa