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Deutschland / Weltweit Russischer Außenminister warnt vor Bewaffnung syrischen Rebellen
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19:53 13.03.2013
Foto: Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat Großbritannien davor gewarnt, die syrische Opposition mit Waffen auszurüsten.
Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat Großbritannien davor gewarnt, die syrische Opposition mit Waffen auszurüsten. Quelle: dpa
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London

Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat Großbritannien davor gewarnt, die syrische Opposition im Kampf gegen Machthaber Baschar al-Assad mit Waffen auszurüsten. Jeder Versuch, die syrischen Rebellen zu bewaffnen, sei in den Augen Moskaus ein Bruch internationalen Rechts, sagte Lawrow nach Gesprächen mit seinem britischen Kollegen William Hague und Verteidigungsminister Philip Hammond am Mittwoch in London. Hague und Hammond wollten dennoch keine Option in der Syrien-Frage ausschließen.

„Wir haben nie etwas für die Zukunft ausgeschlossen“, sagte Hague. Jeder Schritt, den Großbritannien in Syrien unternehme, werde aber legal sein. Großbritannien steuert als eine von fünf Vetomächten im Weltsicherheitsrat in der Syrien-Frage einen komplett anderen Kurs als Russland. In der vergangenen Woche hatte Hague erklärt, Großbritannien werde an die Rebellen gepanzerte Fahrzeuge und Ausrüstung liefern, jedoch keine Waffen. Premierminister David Cameron hatte sogar erklärt, er wolle sich dafür einsetzen, das Waffenembargo der EU aufzuweichen. Russland lehnt als Verbündeter Asssads eine aktive Unterstützung der Rebellen ab.

Lawrow sagte, eine der größten Oppositionsgruppen in Syrien sei die islamistische Gruppierung Dschabat al Nusra, die von den Vereinigten Staaten als Terrororganisation eingestuft sei. „Wir sollten darüber nachdenken, was als Nächstes passieren wird und ein breiteres Verständnis der Dinge erlangen“, sagte der russische Außenminister.

Das britisch-russische Verhältnis gilt seit Jahren als angespannt, spätestens seit der frühere KGB-Mitarbeiter und spätere Informant des britischen Geheimdienstes, Alexander Litwinenko in London mit dem radioaktiven Polonium vergiftet wurde. London macht Moskauer Agenten dafür verantwortlich.

„Dieses Treffen ist ein wichtiger Meilenstein, unsere Arbeitsbeziehung zu stärken“, sagte der britische Außenminister Hague. Es sei sinnvoll, in den nächsten Wochen daran zu arbeiten, die vorhandenen Differenzen zu überbrücken. „Es ist entscheidend, das zu tun, es ist entscheidend, dass es einen politische Wandel in Syrien gibt.“

dpa