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Deutschland / Weltweit SPD-Abgeordneter hält Schaeffler-Hilfen für möglich
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Weltweit SPD-Abgeordneter hält Schaeffler-Hilfen für möglich
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10:33 15.02.2009
Hauptsitz der Schaeffler KG in Herzogenaurach in Bayern Quelle: Timm Schamberger/ddp
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Das Familienunternehmen aus Bayern habe sich bei der Übernahme von Continental zwar verzockt, jetzt gehe es aber um die Erhaltung von 220 000 Arbeitsplätzen, sagte der SPD-Bundestagsabgeordnete Gerd Andres der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ laut Vorabbericht. Die SPD-Bundestagsfraktion hatte Staatshilfen anfangs strikt abgelehnt.

Andres betonte, Hilfe könne es nur geben, „wenn alle die Hosen runterlassen“. Die Unternehmerfamilie müsse ihr komplettes Privatvermögen einbringen, auch das möglicherweise in der Schweiz und Österreich angelegte. Zudem müssten die vielen „Tarnbanken“ herangezogen werden, die Schaeffler im vorigen Jahr bereits die Mehrheit bei Continental gesichert hätten.

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Dagegen mahnte der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU im Bundestag, Laurenz Meyer, zur Vorsicht. Er fürchte bei einem Eingriff des Staates bei Schaeffler negative Auswirkungen auf die gesamte Automobilzuliefererbranche, sagte Meyer dem Magazin „Focus“.

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU), der einen 100-Milliarden-Euro-Deutschlandfonds zur Hilfe für in Not geratene Unternehmen vorgeschlagen hatte, sagte dem Nachrichtenmagazin: „Schaeffler ist kein Fall für den Deutschlandfonds. Die haben sich mit der Übernahme von Continental verspekuliert.“

Die fränkische Schaeffler-Gruppe hatte sich bei der Übernahme des niedersächsischen Automobilzulieferers Continental hoch verschuldet und muss den Banken nun neue Sicherheiten stellen.

ddp