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Deutschland / Weltweit Saisonbedingt weniger Arbeitslose im Norden
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Weltweit Saisonbedingt weniger Arbeitslose im Norden
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16:46 28.05.2009
Zahl der Arbeitslosen sinkt im Mai.
Zahl der Arbeitslosen sinkt im Mai. Quelle: Martin Oeser/ddp
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Im Vergleich zum Vormonat zeige der Arbeitsmarkt eine spürbare Entspannung, teilte die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit am Donnerstag in Hannover mit. Gegenüber dem Vorjahr stiegen die Arbeitslosenzahlen allerdings.

In Niedersachsen waren im Mai 308.517 Menschen arbeitslos gemeldet. Gegenüber dem Vormonat sank die Erwerbslosenzahl um 13.652, im Vergleich zum Mai 2008 erhöhte sie sich aber um 5163. Die Arbeitslosenquote betrug im Mai 7,7 Prozent, ebenso wie im Vorjahr. Im April hatte sie bei 8,1 Prozent gelegen.

In Bremen waren im Mai 38.801 Menschen arbeitslos gemeldet. Gegenüber dem Vormonat sank die Zahl der Erwerbslosen um 575. Im Vergleich zum Vorjahresmonat lag sie aber um 1540 höher. Die Arbeitslosenquote betrug 12,0 Prozent, nach 12,2 Prozent im April und 11,6 Prozent vor einem Jahr.

In Schleswig-Holstein ging die Zahl der Arbeitslosen im Mai gegenüber dem Vormonat um 4800 auf 109.700 zurück. Gegenüber Mai 2008 gab es aber einen Anstieg um 2900. Die Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 7,7 Prozent. Vor einem Jahr hatte sie 7,5 Prozent betragen.

Auch in Hamburg gab es eine leichte Entspannung. Die Auswirkungen der Wirtschaftskrise zeigen sich nach Angaben der Regionaldirektion jedoch weiterhin deutlich. So seien im April 5000 Kurzarbeitsstellen angemeldet worden. Im Mai gab es 79.000 Arbeitslose, das waren 1700 weniger als im April. Im Vergleich zum Mai 2008 stieg die Zahl der Erwerbslosen aber um 5500. Die Arbeitslosenquote betrug im Mai 8,6 Prozent. Vor einem Jahr hatte sie bei 8,2 Prozent gelegen.

Bei dem Rückgang der Arbeitslosenzahlen handelt es sich nach Angaben der Regionaldirektion um eine für die Jahreszeit typische Entwicklung. Zudem zeige auch das Konjunkturpaket II erste Wirkungen, sagte der Regionaldirektionschef der Arbeitsagentur, Klaus Stietenroth. Vor allem die Kurzarbeit federe die Auswirkungen der Konjunkturschwäche derzeit ab.

Als Hinweis auf die weiterhin eher schwache Konjunktur sehen die Arbeitsmarktexperten die Zahl der neugemeldeten Arbeitssuchenden, die allein in Niedersachen im Mai bei 46.762 lag. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist das ein Anstieg um 7,6 Prozent.

ddp