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Deutschland / Weltweit Softwarehaus aus Hannover steht vor Umsatzsprung
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Weltweit Softwarehaus aus Hannover steht vor Umsatzsprung
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12:01 21.04.2010
Von Lars Ruzic
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Bis 2015 will das Softwareunternehmen Aucotec seinen Umsatz von zuletzt 26,5 Millionen Euro verdoppeln, die Zahl der Mitarbeiter soll um 50 Prozent auf mehr als 220 wachsen. Vertriebsvorstand Markus Bochynek: „Wir streben in unseren Kernbranchen die weltweite Marktführerschaft an.“

Aucotec mit Sitz im Stadtteil Lahe ist ein Spezialist für Konstruktionssoftware. Das vor 25 Jahren gegründete Unternehmen entwickelt Programme, mit denen Maschinen, Anlagen, Stromnetze und Kabelbäume in Fahrzeugen virtuell vorgeplant werden können. Die Firmengründer Horst Beran und Lex Bedijs, die auch heute noch im Betrieb aktiv sind, waren mit ihren Entwicklungen schon auf der Hannover Messe, als diese noch eine kleinere Teilausstellung namens CeBIT beherbergte.

Das Unternehmen komme aus der Nische rechnergestützter Zeichnungen, sagte Technikvorstand Uwe Vogt. Mit einer neuen Software-Oberfläche habe man diese Entwicklung jedoch hinter sich gelassen. Aucotec hat eine Plattform entwickelt, auf der der gesamte Entwicklungsprozess abgebildet werden kann und die für den Einsatz global aufgestellter Großkonzerne gedacht ist. „Hier können die Entwickler von vielen Standorten aus auf dasselbe Projekt zugreifen“, sagte Vogt. Für Aucotec biete sich die Chance, völlig neue Kunden zu akquirieren.

Die neue „Engineering Base“ ist der wichtigste Umsatztreiber des Unternehmens. Das Interesse an dem Produkt habe dafür gesorgt, dass Aucotec trotz Krise im gerade aubgelaufenen Geschäftsjahr 2009/10 (31. März) den Umsatz leicht steigern konnte. Neue Kunden wie Porsche oder der US-Zulieferer Lear konnten gewonnen werden. „Wir hatten im vergangenen Jahr den höchsten Auftragseingang in der Firmengeschichte zu verzeichnen“, berichtete Bochynek. Der Vertriebschef und sein Technikkollege Vogt wurden vor einem Jahr in den Vorstand berufen. Noch-Chef Beran will sich nach und nach aus dem operativen Geschäft zurückziehen.