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Deutschland / Weltweit Stärkster Anstieg der Reallöhne seit fast drei Jahren
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Weltweit Stärkster Anstieg der Reallöhne seit fast drei Jahren
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12:59 24.06.2014
Arbeitnehmer haben wieder etwas mehr Geld in der Brieftasche. Quelle: dpa
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Berlin

Das war der stärkste Anstieg seit Frühjahr 2011. Nominal wuchsen die Löhne im ersten Quartal um 2,6 Prozent - sowohl die regelmäßig gezahlten Verdienstbestandteile als auch Sonderzahlungen trugen zu diesem hohen Verdienstzuwachs bei, wie die Statistiker erklärten. Die Verbraucherpreise legten im gleichen Zeitraum um 1,2 Prozent zu - unterm Strich blieb ein Lohnplus von 1,3 Prozent.

Noch im vergangenen Jahr hatte die Steigerung der Verbraucherpreise den nominalen Anstieg der Löhne komplett aufgefressen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sanken die Reallöhne um 0,1 Prozent. Es war das erste Minus seit dem Krisenjahr 2009. In den Jahren dazwischen waren die Reallöhne jeweils gestiegen, am stärksten 2010, als die Statistiker ein Plus von 1,5 verzeichneten.

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Auch für dieses Jahr können Arbeitnehmer mit einem Plus von bis zu 1,5 Prozent rechnen, wie unlängst der Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK), Gustav Horn, sagte. Die Bundesbank rechnet in diesem Jahr mit einer Inflationsrate von 1,1 Prozent.

Im ersten Quartal verdienten Vollzeit- und Teilzeitbeschäftigte laut Statistik im Durchschnitt 19,65 Euro brutto in der Stunde. Dabei lag der Bruttostundenverdienst in Hamburg mit 22,21 Euro am höchsten, in Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen mit 15,02 Euro am niedrigsten.
Der Vergleich nach sogenannten Leistungsgruppen zeigt noch viel größere Unterschiede: So verdient ein leitender Angestellter in Hessen im Schnitt 38,94 Euro pro Stunde - ein ungelernter Arbeiter in Mecklenburg-Vorpommern 9,07 Euro. In Baden-Württemberg kommt ein ungelernter Arbeiter schon auf durchschnittlich 13,14 Euro pro Stunde - und der leitende Angestellte in Mecklenburg-Vorpommern auf 28,23 Euro.

Die Statistiker erstellen seit 2007 alle drei Monate eine Verdiensterhebung. Sie werten dafür die Daten von 40.500 Betrieben aus.

dpa

Jens Heitmann 24.06.2014
Lars Ruzic 23.06.2014