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Deutschland / Weltweit US-Notenbank erhöht Leitzins trotz Trumps Warnungen
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07:26 20.12.2018
Die US-Notenbank Federal Reserve hat ihren Leitzins zum vierten Mal 2018 angehoben hat. Quelle: Mark Lennihan/AP/dpa
Washington

Nach der vierten Erhöhung der US-Leitzinsen 2018 und einer etwas weniger optimistischen Prognose für 2019 ist es an den Börsen in den USA nach unten gegangen. Der Leitindex Dow schloss in New York auf einem neuen Tiefstand für 2018. Auch der Nasdaq und der S&P 500 schlossen auf einem Jahrestief. „Wir sehen Anzeichen für eine Straffung“, sagte der Chef der US-Notenbank und Vorsitzende des Offenmarktausschusses, Jerome Powell. Dies sei seit September der Fall.

Die US-Konjunktur hat eine wichtige Leitfunktion für die Weltwirtschaft. Die Volkswirte des Internationalen Währungsfonds (IWF) hatten bereits im Oktober ein leicht gebremstes Wachstum der Weltwirtschaft für 2019 vorausgesagt.

Prognose für Wirtschaftswachstum angepasst

Entsprechend passte auch die Fed am Mittwoch ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum an. Für das laufende Jahr korrigierte die Notenbank die Vorhersage um 0,1 Punkte auf 3,0 Prozent, im kommenden Jahr werde die weltgrößte Volkswirtschaft nur noch um 2,3 Prozent wachsen. Bisher hatte die Erwartung 2,5 Prozent betragen. Bei der Inflation, neben dem Arbeitsmarkt einem der wichtigsten Indikatoren für die Geldpolitik der Fed, wurde die Zielmarke von etwa zwei Prozent nicht erreicht.

Die Federal Funds Rate, der Zinssatz, zu dem sich Banken gegenseitig über Nacht Geld leihen, steigt nach der Entscheidung vom Mittwoch um 0,25 Punkte auf einen Zielkorridor von 2,25 bis 2,5 Prozent. Die Entscheidung des Offenmarktausschusses der Federal Reserve war in dieser Form weitgehend an den Märkten erwartet worden, wenngleich es bis zuletzt Restzweifel gegeben hatte.

Trump hatte erheblichen Druck ausgeübt

US-Präsident Donald Trump hatte erheblichen Druck auf die eigentlich unabhängig von der Politik agierende Notenbank ausgeübt. Trump glaubt, dass durch unnötig hohe Zinsen die US-Konjunktur abgewürgt werden könnte. Powell sagte am Mittwoch, politische Erwägungen spielten keine Rolle bei der Festlegung des geldpolitischen Kurses. „Niemand wird uns davon abhalten, den richtigen Weg zu gehen“, sagte Powell.

Lesen Sie dazu auch: Hat Trumps Politik die US-Wirtschaft beflügelt? – ein Faktencheck

Es ist der neunte Zinsschritt der Fed seit 2015. Powell signalisierte einen langsameren Kurs der Normalisierung für 2019 von lediglich zwei Anhebungen auf dann 2,75 bis 3,00 Prozent am Ende des kommenden Jahres. Zuletzt war die Fed noch von drei Zinsschritten im nächsten Jahr ausgegangen.

Von RND/dpa

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