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Deutschland / Weltweit Verbraucherstimmung etwas gedämpft
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Weltweit Verbraucherstimmung etwas gedämpft
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19:11 28.08.2013
Bei den Konsumenten in Deutschland sitzt das Geld nicht mehr ganz so locker. Quelle: dpa
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Nürnberg/Berlin

Die Verunsicherung der Verbraucher über die Konjunkturaussichten in Deutschland hat dem Konsumklima im Spätsommer einen leichten Dämpfer versetzt. Für September zeichne sich erstmals seit Februar 2013 wieder eine leichte Abkühlung der Verbraucherstimmung ab, erklärte das Marktforschungsinstitut GfK am Mittwoch. Von einer Trendwende könne aber nicht die Rede sein. Die Kauflust der Verbraucher sei weiterhin groß – so groß wie zuletzt am Jahresende 2006.

Die nach einem Zweijahreshoch erstmals wieder gesunkene Einkommenserwartung hat nach GfK-Einschätzung mehrere Gründe. Neben dem schwindenden Konjunkturoptimismus spiele auch die Befürchtung vieler Verbraucher, dass die Preise deutlich steigen, eine Rolle. Zuletzt haben sich besonders die Nahrungsmittelpreise erhöht. Offenbar befürchteten Verbraucher Belastungen ihrer Kaufkraft und schätzten ihre Einkommensaussichten etwas verhaltener ein, meinten die Konsumforscher. Der entsprechende Index gab im August um 5,6 Punkte auf 37,2 Punkte nach.

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Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) sieht Deutschland jedoch weiterhin auf einem soliden Wachstumspfad. Im dritten Quartal werde die Wirtschaftsleistung voraussichtlich um 0,4 Prozent im Vergleich zum Vorquartal steigen, heißt es in dem gestern veröffentlichten DIW-Konjunkturbarometer. Der Aufwärtspfad wird auch durch die gute Stimmung in der Wirtschaft bestätigt, wie das Ifo-Institut in seinem Konjunkturbarometer für August feststellte. Die Manager in den Chefetagen seien optimistisch, dass es mit der deutschen Wirtschaft weiter nach oben gehe. Auch nach Einschätzung der Bundesregierung ist die Konjunktur in guter Verfassung. Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) bekräftigte: „Das Wirtschaftswachstum in Deutschland gewinnt derzeit neuen Schwung.“

Die Verbraucher bleiben gleichwohl skeptisch und rechnen in den kommenden Monaten mit einer eher verhaltenen wirtschaftlichen Entwicklung. „Die Konsumenten gehen offenbar davon aus, dass sich die deutsche Wirtschaft zwar in einer Phase der Erholung befindet – die in den kommenden Monaten jedoch eher verhalten sein dürfte“, betonten die Konsumforscher. Der entsprechende Indexwert verlor nach GfK-Angaben entsprechend 2,5 Punkte und liege nun bei 1,8 Punkten. Von größeren Anschaffungen lassen sich die Verbraucher aber nicht abhalten – vermutlich auch wegen der niedrigen Zinsen. Im August kletterte die sogenannte Anschaffungsneigung auf den höchsten Stand seit Dezember 2006.

dpa

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