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Deutschland / Weltweit Werftengruppe Hegemann gerät tiefer in den Krisen-Sog
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Weltweit Werftengruppe Hegemann gerät tiefer in den Krisen-Sog
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17:41 06.09.2009
Die Werftengruppe Hegemann hat offenbar Staatsbürgschaften beantragt. Quelle: ddp
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Drei Schiffe seien derzeit auf den Werften in Stralsund, Berne und Wolgast im Bau, ihre Vollendung aber ohne die Zusagen nicht gesichert. Für die Werftengruppe arbeiten rund 2300 Beschäftigte in Norddeutschland.

Hauptziel des Unternehmens sei die Finanzierung der drei im Bau befindlichen Schiffen, sagte Kröning. Darunter sind die „Delphis 2“ in der Volkswerft in Stralsund sowie „Scanscott 1 und 2“ in der Peenewerft in Wolgast und der Rolandwerft in Berne. Die Finanzierung stehe „mit den beteiligten Banken sowie dem Land Mecklenburg-Vorpommern vor einem erfolgreichen Abschluss“, sagte Kröning. Die Liefertermine der Schiffe seinen zwischen Spätherbst und kommendem Frühjahr terminiert. Der Kaufpreis beträgt pro Schiff rund 35 Millionen Euro.

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Große Probleme hat die Hegemann AG laut Zeitungsbericht jedoch noch mit den Folgeprojekten „Delphis 3 und 4“ sowie „Scanscott 3 und 4“. „Sie sind noch nicht finanziert und daher hat der Bau auch noch nicht begonnen“, sagte Kröning. Verkauf und Finanzierung hätten vor der Krise festgestanden. Mit Beginn der Finanzkrise habe sich jedoch die Finanzierungsproblematik verschärft und sei bis heute nicht gelöst.

Bereits am Freitag hatten sich in Berlin Hegemann-Manager bei einem Krisentreffen mit Vertretern der Bundesministerien für Wirtschaft und Finanzen, der Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern und der beteiligten Banken NordLB sowie Kreditanstalt für Wiederaufbau um Staatshilfen bemüht. So soll eine drohende Liquiditätslücke vermieden werden.

ddp