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Deutschland / Weltweit Wird E-Plus an O2-Mutterkonzern verkauft?
Nachrichten Wirtschaft Deutschland / Weltweit Wird E-Plus an O2-Mutterkonzern verkauft?
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19:36 22.07.2013
Foto:  Der niederländische Telekomkonzern KPN verhandelt mit der spanischen Telefónica über einen Verkauf der deutschen KPN-Tochter E-Plus.
Der niederländische Telekomkonzern KPN verhandelt mit der spanischen Telefónica über einen Verkauf der deutschen KPN-Tochter E-Plus. Quelle: dpa
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Amsterdam

Auf dem deutschen Mobilfunkmarkt bahnt sich ein Zusammenschluss der beiden kleinsten Anbieter an. Der niederländische Telekomkonzern KPN verhandelt mit der spanischen Telefónica über einen Verkauf der deutschen KPN-Tochter E-Plus. Beide Seiten bestätigten am Montagabend, Gespräche zu führen. Die Details der Transaktion würden aber noch verhandelt, hieß es. Der deutsche Mobilfunkanbieter O2 ist eine Telefónica-Tochter.

KPN und Telefónica hatten in der Vergangenheit immer mal wieder gesprochen, waren sich aber nicht handelseinig geworden. Im vergangenen Jahr habe es dann eine Vorvereinbarung gegeben, O2 und E-Plus zu fusionieren, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Montag unter Berufung auf Kreise. Die Gespräche seien dann nach einer Pause im vergangenen Monat wieder aufgenommen worden. Telefónica-Deutschland-Chef René Schuster hatte hingegen Ende Mai noch in einem Zeitungsinterview gesagt, er sehe keine Fusion mit E-Plus in naher Zukunft. Ein solcher Schritt sei sehr komplex.

Nach Informationen der „Financial Times“ stehen die Chancen diesmal gut, dass der Deal klappt. Die Gespräche seien weit fortgeschritten, die Verwaltungsräte würden bereits tagen, berichtete die Zeitung auf ihrer Internetseite. Letzte Details müssten aber noch geklärt werden, so dass ein Scheitern nicht gänzlich ausgeschlossen sei. Den Firmenwert bezifferten die von dem Blatt zitierten Insider auf 16 Milliarden Euro.

Diskutiert wird laut „FT“ eine Konstruktion, wonach Telefónica E-Plus übernimmt und KPN im Gegenzug eine kleine Beteiligung an Telefónica Deutschland erhält. Telefónica soll die Mehrheit an dem fusionierten Unternehmen halten. KPN-Großaktionär Carlos Slim habe bereits grünes Licht für den geplante Zusammenschluss gegeben.

An den Aktienmärkten sorgten die Neuigkeiten für kräftige Kursbewegungen. KPN gingen mit einem Kursgewinn von über zwölf Prozent aus dem Handel. Telefónica-Papiere zogen in Madrid um 1,32 Prozent an und die im TecDax notierten Aktien von Telefónica Deutschland verteuerten sich bis Börsenschluss um knapp 7 Prozent.

Unter den Mobilfunkanbietern in Deutschland hat nach Angaben der Bundesnetzagentur von Juni die Telekom-Tochter T-Mobile mit 36,6 Millionen Kunden die Nase vorn. Danach folgen Vodafone mit 33,9 Millionen, E-Plus mit 23,4 Millionen und schließlich O2 mit 19,3 Millionen Kunden.

dpa

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