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Niedersachsen 2500 Menschen demonstrieren gegen Stellenabbau bei Alstom
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen 2500 Menschen demonstrieren gegen Stellenabbau bei Alstom
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14:07 09.02.2011
Rund 2500 Menschen demonstrieren in Salzgitter gegen drohenden Jobabbau bei Alstom.
Rund 2500 Menschen demonstrieren in Salzgitter gegen drohenden Jobabbau bei Alstom. Quelle: dpa
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Rund 2500 Menschen haben am Mittwoch in Salzgitter gegen drohende Stellenstreichungen beim Bahntechnik-Hersteller Alstom demonstriert. „Das Management in Paris will den Standort Salzgitter ausbluten lassen“, sagte der niedersächsische IG Metall-Chef Hartmut Meine. In das Ringen um den Erhalt von Arbeitsplätzen beim französischen Konzern hat sich unterdessen auch Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister (CDU) eingeschaltet.

Der Regierungschef habe den Alstom-Chef und den Betriebsrat zu einem Gespräch nach Hannover eingeladen, sagte ein Regierungssprecher am Mittwoch in Hannover. Das Treffen solle vor der Sitzung des europäischen Betriebsrates am 23. Februar stattfinden. Dort will Konzernchef Patrick Kron die künftige Strategie vorstellen. Die Landesregierung habe großes Interesse am Erhalt der Arbeitsplätze und wolle mit dem Unternehmen nach Lösungen suchen, sagte der Regierungssprecher. Der Betriebsrat in Salzgitter befürchtet, dass rund die Hälfte der derzeit 2800 Beschäftigten in Salzgitter ihren Job verlieren.

Nach Angaben der IG Metall bemüht sich Alstom nicht mehr um lukrative Aufträge für das Werk. Das werde weitere Proteste zur Folge haben, kündigte Meine an: „Wer sich so verhält, bekommt es mit uns zu tun.“ Die Konzernspitze behaupte zwar, Alstom verzeichne eine schwierige Wirtschaftslage, „aber dieses Argument ist erlogen“. Anderer Bahntechnik-Hersteller wie Siemens oder Bombardier sprächen zurzeit von einem Auftragsboom, sagte Meine.

An der sogenannten öffentlichen Betriebsversammlung im Zentrum von Salzgitter-Lebenstedt beteiligten sich außerdem Beschäftigte anderer Unternehmen. Aus Solidarität beteiligten sich auch viele Schüler aus der Region.

dpa