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Niedersachsen Zuschuss für Einstellung von Langzeitarbeitslosen
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Zuschuss für Einstellung von Langzeitarbeitslosen
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00:18 28.01.2018
Bärbel Höltzen-Schoh, Geschäftsführerin der Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen der Bundesagentur für Arbeit, berichtete über neue Wege, Langzeitarbeitslose wieder an eine reguläre Beschäftigung heranzuführen.
Bärbel Höltzen-Schoh, Geschäftsführerin der Regionaldirektion Niedersachsen-Bremen der Bundesagentur für Arbeit, berichtete über neue Wege, Langzeitarbeitslose wieder an eine reguläre Beschäftigung heranzuführen. Quelle: dpa
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Hannover

 Niedersachsens Arbeitsmarkt präsentiert sich so stark wie seit Jahrzehnten nicht, doch es gibt eine Gruppe von Menschen, an denen der Aufschwung komplett vorbeigeht. Die Arbeitsagentur probiert jetzt neue Wege aus, um dies zu ändern. Bärbel Höltzen-Schoh, Niedersachsen-Chefin der Bundesagentur für Arbeit, berichtete am Donnerstag über ein neues Modell, das mehr Langzeitarbeitslosen zu einer regulären Beschäftigung verhelfen soll.

Zwar ist auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen zurückgegangen, aber dies liegt laut Arbeitsagentur nur daran, dass wegen der guten Beschäftigungssituation weniger Menschen länger als ein Jahr arbeitslos bleiben. Unverändert gebe es jedoch in Niedersachsen ungefähr 23 000 Männer und Frauen, die länger als vier Jahre aus dem Job sind. Es gebe in dieser Gruppe häufig erhebliche Beschäftigungshemmnisse wie eine fehlende Ausbildung, gesundheitliche oder soziale Probleme. Bei einer so lange dauernden Arbeitslosigkeit werde es jedoch sehr schwierig, wieder Anschluss zu finden, erklärte Höltzen-Schoh.

Die Bundesagentur für Arbeit versucht nun bundesweit ein neues Modell, um für diese Menschen „individuelle Treppen zur Arbeit“ zu bauen. In Niedersachsen wurde  dafür das Jobcenter Hildesheim ausgewählt, die im Rahmen dieses Modellprojekts bis zu 15 Plätze anbieten soll. Neun davon seien schon besetzt, hieß es. Den Firmen, die den Langzeitarbeitslosen einen Arbeitsplatz geben, zahlt der Staat  für zwei Jahre einen Lohnkostenzuschuss von 75 Prozent. Ziel sei es jedoch, die Arbeitslosen damit an den ersten Arbeitsmarkt heranzuführen. 

Von Albrecht Scheuermann