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Niedersachsen Abwärtstrend bei Gilde verlangsamt
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Abwärtstrend bei Gilde verlangsamt
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09:10 09.03.2012
Von Carola Böse-Fischer
Ein besseres Standortmarketing soll der Gilde-Brauerei helfen. Quelle: Michael Thomas
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Hannover

Die zum weltgrößten Bierkonzern Anheuser-Busch InBev gehörende Gilde Brauerei ist auch 2011 geschrumpft – allerdings nur noch leicht, wie ein Sprecher von InBev Deutschland dieser Zeitung am Donnerstag sagte. Absatzahlen wollte er nicht nennen. Man sei bemüht, den Rückgang der hannoverschen Regionalmarke aufzuhalten und wieder Boden gut zu machen. Helfen soll dabei ein besseres Standortmarketing.

Dazu hat sich InBev im Rahmen des im Oktober 2011 mit der Stadt Hannover geschlossenen Standortsicherungsvertrags verpflichtet. Danach wird die Zukunft des Standorts und des Gilde-Pilseners mindestens bis 2020 garantiert. Wie es damals hieß, würden InBev so hohe Vertragsstrafen drohen, dass sich ein Weiterbetrieb der Gilde für ihn mehr lohne als ein Bruch des Vertrages. Derzeit beschäftigt die Traditionsbrauerei noch 70 Mitarbeiter, wie der Konzernsprecher berichtete. Ein weiterer Personalabbau sei nicht geplant.

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Im Gegensatz zur Gilde ist ihre ehemalige Tochter, die heutige InBev-Marke Hasseröder, 2011 kräftig gewachsen. In einem schrumpfenden Biermarkt steigerte Hasseröder mit Sitz in Wernigerode den Absatz um 10,2 Prozent auf 2,5 Millionen Hektoliter, wie InBev mitteilte. Die Investition von fast 30 Millionen Euro in die Marke, vor allem in neue Flaschen und die neue Marke Hasseröder Vier, habe sich ausgezahlt. Auch 2012 wolle Hasseröder zulegen. Neben Hasseröder gehören zu InBev Deutschland Beck´s und Franziskaner. Damit ist InBev hinter Radeberger die Nummer zwei auf dem deutschen Markt.

In Europa baute der InBev-Konzern seinen Marktanteil nach eigenen Angaben mit Ausnahme von Großbritannien überall aus. 2011 sei der Gewinn um 12 Prozent auf 4,2 Milliarden Dollar gesteigert worden.

(mit: rtr)

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