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Niedersachsen Balz bremst bei gemeinsamer Einlagensicherung
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Balz bremst bei gemeinsamer Einlagensicherung
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18:13 25.02.2019
Bundesbank-Vorstand Burkhard Balz in Hannover: Risiken sind „keineswegs gering“. Quelle: Janto Trappe
Hannover

Bundesbank-Vorstand Burkhard Balz warnt vor einer schnellen Einführung eines europaweiten Sicherungssystems für die Einlagen bei Banken. „Eine zu frühe Einrichtung einer gemeinsamen Einlagensicherung wäre ein völlig falsches Signal und würde das Projekt von Anfang an diskreditieren“, sagte er am Montag beim Jahresempfang der Bundesbank-Hauptverwaltung Niedersachsen, Bremen und Sachsen-Anhalt in Hannover. Der ehemalige Europa-Abgeordnete der niedersächsischen CDU ist seit September im Vorstand der Bundesbank unter anderem für Zahlungsverkehr und Abwicklungssysteme zuständig.

Bislang haben die EU-Länder nationale Sicherungssysteme, die das Guthaben von Sparern bei Bankpleiten schützen. Eine gemeinsame Sicherung gilt als Schritt zur Vollendung der Banken-Union in Europa. Die Idee könnte grundsätzlich zwar das Finanzsystem stabilisieren und das Risiko eines „bank run“ senken, sagte Balz. Allerdings dürften Risiken, die in nationaler Verantwortung entstanden sind, nicht nachträglich vergemeinschaftet werden. „Und die Altrisiken, die in den Bilanzen europäischer Banken schlummern, sind keineswegs gering.“

So hielten viele Banken noch hohe Bestände an Staatsanleihen – weil sie diese nicht mit Eigenkapital unterlegen müssen. Diese Sonderbehandlung sei angesichts des Risikos jedoch nicht gerechtfertigt. Die Schuldenkrise habe „eindrucksvoll widerlegt“, dass Staatsanleihen risikolos sind, betonte Balz. Außerdem lägen bei vielen Banken große Umfänge an notleidenden Krediten. Vor der Einführung der gemeinsamen Sicherung gelte es, Risiken abzubauen und durch Reformen zu verhindern, dass künftig erneut übermäßige Risiken entstehen.

Von Christian Wölbert

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