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Niedersachsen CeBIT-Macher feiern das Ende des Spagats
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen CeBIT-Macher feiern das Ende des Spagats
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19:40 09.03.2014
Die CeBIT-Macher sind guter Dinge: Das neue Konzept stabilisiert die Ausstellerzahl. Quelle: dpa
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Hannover

Nach 3382 Ausstellern 2013 werden auf der am Montag beginnenden Messe 3400 Unternehmen vertreten sein. „Wir sind nicht nur stabil, wir wachsen sogar“, sagte Messevorstand Oliver Frese am Dienstag in Hannover.

Doch der ausschließliche Fokus auf das Fachpublikum wird die Messe Besucher kosten: „Wir rechnen dieses Jahr mit 230 000 Fachbesuchern“, erklärte Frese. So viele seien es im vergangenen Jahr auch gewesen – damals kamen allerdings noch 43 000 Privatbesucher hinzu, die nun von vornherein aus der Kalkulation gestrichen sind. Deren Zahl sei ohnehin kontinuierlich gesunken, außerdem definierten die Aussteller ihren Messeerfolg nicht über Besucherzahlen, sondern über Geschäftskontakte. „Wir haben den lang andauernden Spagat zwischen Fach- und Privatbesuchern in Absprache mit den Ausstellern aufgelöst – und die Branche hat das sehr gut aufgenommen“, sagte Frese.  

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So überwiege auf der CeBIT erstmals seit 2008 mit 55 Prozent wieder die Zahl der ausländischen Aussteller. 70 Nationen werden vertreten sein, stärkstes Land ist China mit 500 Unternehmen, dann folgen das Partnerland Großbritannien sowie Taiwan, Korea und Hongkong. „Damit kommen vier der fünf Top-Aussteller aus Asien – und mit ihnen das Wachstum“, erklärte Frese. Außerdem seine wichtige Aussteller zurückgekehrt wie Hewlett Packard, Brother, Epson, Kyocera und LG. Für Leben auf dem Messegelände sollen auch junge Unternehmer sorgen: Rund 300 Start-ups stellen aus, mehr als je zuvor. 

Das neue Konzept schlägt sich auch bei den Konferenzen nieder. 1500 Fachvorträge gibt es sowie die „Global Conferences“, für deren Besuch allerdings nicht mehr die bloße Registrierung genügt: 600 Euro muss jetzt zahlen, wer zum Beispiel Apple-Mitgründer Steve Wozniak, Wikipedia-Gründer Jimmy Wales oder Software-Unternehmer Eugene Kaspersky sehen und hören will. Auch die Eintrittspreise folgen dem Trend: Ein Tagesticket kostet 55 Euro im Vorverkauf und 60 Euro an der Tageskasse, jeweils 20 Euro mehr als noch 2013. „Die CeBIT begann als Businessmesse – jetzt führen wir sie wieder dahin, wo sie herkommt“, sagt Frese.

Den Nachwuchs will man trotzdem locken. Laut Bitkom sind 38 000 Stellen unbesetzt, dagegen soll die CeBIT mit der Nachwuchsinitiative „TectoYou“ angehen. Die CeBIT-Jobbörse verzeichnet bereits jetzt 3500 offene Stellen.

Von Sabrina Mazzola

02.03.2014
01.03.2014