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Niedersachsen Conti bietet Geld für den Arbeitsplatz
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21:43 27.11.2014
Von Lars Ruzic
Die klassischen Conti-Produkte rund um Brems-, Schlauch- und Dämpfungssysteme leiden unter der Billigkonkurrenz. Quelle: dpa
Hannover

Im Ringen um die Zukunft des Continental-Standorts in Gifhorn hat eine erste Sondierungsrunde von Werkleitung und Arbeitnehmervertretern keine Fortschritte gebracht. Das Management habe keinerlei Daten zu Auslastung und Beschäftigung vorgelegt, sagte Lothar Ewald von der IG Metall in Wolfsburg. „Wir sind wahnsinnig enttäuscht.“ Wenn es beim kommenden Treffen am 9. Dezember keine Fortschritte gebe, „werden wir uns zu wehren wissen“, ergänzte der Betriebsratschef des Werks, Uwe Szymanowski.

Dem Standort mit seinen 1600 Beschäftigten drohen mittelfristig Auslastungsprobleme. Die klassischen Produkte rund um Brems-, Schlauch- und Dämpfungssysteme leiden unter der Billigkonkurrenz im Osten. Neu an den Standort geholte Projekte wie Elektromotoren für E-Autos fristen ein Schattendasein. Der Autozulieferer will deshalb den Ende des Jahres auslaufenden Ergänzungstarifvertrag nicht verlängern und Arbeitsplätze abbauen.

„Jahrelang hat die Mannschaft auf Geld verzichtet - und dann das“, ärgerte sich Szymanowski. Der im Jahr 2010 geschlossene Ergänzungstarifvertrag sieht unter anderem eine Arbeitszeitverkürzung verbunden mit einer etwa 12-prozentigen Lohnsenkung vor. Jedes Jahr habe die Belegschaft gut 9 Millionen Euro an Lohnzugeständnissen eingebracht, sagte Ewald. Gleichzeitig habe das Management zu wenig getan, um den Standort weiterzuentwickeln.

Der Konzern versucht derweil, mit sozialverträglichen Mitteln Personal abzubauen - über Altersteilzeit und Aufhebungsverträge. Gerade Letzteres dürfte keine billige Angelegenheit werden: Die Belegschaft ist im Schnitt mehr als 21 Jahre an Bord.

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