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Niedersachsen Großer Andrang auf der Agritechnica in Hannover
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Großer Andrang auf der Agritechnica in Hannover
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20:36 11.11.2009
Von Carola Böse-Fischer
Schon 165.000 Besucher zur Messehalbzeit. Quelle: lni
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Das waren etwa ebenso viele wie bei der vorigen Landtechnikmesse, wie die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) am Mittwoch mitteilte. 2007 hatte die Agritechnica einen Rekord von 340.000 Gästen erzielt.

Der Besucherandrang hält nach Angaben der DLG an. Das spiegelt sich in den 18 Hallen, die die Agritechnica belegt, wider. Die Stände mit PS-strotzenden Traktoren, Monstern von Mähdreschern, Feldhäckslern oder Düngerstreuern – immer mehr mit Elektronik ausgestattet – sind von Besuchern umlagert. Bei den mehr als 2300 Ausstellern macht sich denn auch trotz der Wirtschaftskrise Zuversicht breit.

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„Wir sind sehr zufrieden“, berichtete Dirk Brömstrup, Marketing-Chef der Amazonen-Werke aus Hasbergen-Gaste. Das niedersächsische Familienunternehmen mit seinem Stand in Halle 15 bietet mit Maschinen zur Bodenbearbeitung, zur Düngung und zum Pflanzenschutz ein breites Spektrum an. Zu den Kunden zähle der kleine Landwirt ebenso wie der 10.000-Hektar-Betrieb in Russland, sagte Brömstrup. Hier hat das Geschäft wegen der Krise besonders gelitten. 2009 erwartet Amazone einen Umsatz von 290 Millionen Euro – nach 380 Millionen Euro im Vorjahr.

Längst ist die Agritechnica laut Brömstrup keine „Kaufmesse“ mehr. Das hänge mit den komplexer werdenden Produkten zusammen. Eine Pflanzenschutzspritze etwa bestehe aus 30 Komponenten vom Gestänge über Düsen bis hin zur Computertechnologie. Nötig sind also viele Beratungsgespräche. Sie liefen gut, erklärte Brömstrup. Bei den Amazonen-Werken hofft man auf ein gutes Nachmessegeschäft. „Die Messe wird ein Erfolg werden.“ Das glaubt auch ein paar Stände weiter Rolf Schmietow von dem Buxtehuder Familienunternehmen Damman. „ Wenn sich das, was wir an Beratung machen, in Abschlüssen niederschlägt, sind wir vollauf zufrieden.“

In Halle 2 „weit ab vom Schuss“, aber guter Stimmung ist die Firma Grimme, bekannt für ihre feuerroten Kartoffelroder. „Wir haben mehr Fachbesucher“, berichtete Christine Grimme, die Frau des Firmenchefs. Spurlos ist die Krise an der Familienfirma aus Damme nicht vorbeigegangen. 2009 wird ein Umsatzminus zwischen 15 und 20 Prozent erwartet. Mit der neuen Tochter Grimme Solutions, die Komplettlösungen vom Pflanzen bis zum Sortieren anbietet, will Grimme neue Kunden gewinnen.

10.11.2009
Jens Heitmann 09.11.2009