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Niedersachsen Bree baut Stellen ab und zieht nach Hamburg
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Bree baut Stellen ab und zieht nach Hamburg
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14:19 02.07.2018
Die alte Bree-Zentrale in Isernhagen. Quelle: Stefan Heinze
Hannover

Bree wagt einen umfassenden Neustart: Die 1970 gegründete Modefirma verlegt ihre Zentrale von Isernhagen nach Hamburg und streicht gleichzeitig Arbeitsplätze. Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi haben 20 der rund 50 Mitarbeiter der bisherigen Zentrale betriebsbedingte Kündigungen erhalten.

Das Unternehmen wolle die Aufgaben der Betroffenen, zum Beispiel Logistik, künftig von externen Dienstleistern erledigen lassen, erklärte Verdi. Der Großteil der restlichen Mitarbeiter wechsele von Isernhagen in die neue Bree-Zentrale. Die Geschäftsführung und weitere Mitarbeiter seien aktuell schon in Hamburg tätig.

Bree ließ Anfragen der HAZ zu dem Thema unbeantwortet. Seinen Umzugsplan hatte das Unternehmen bereits im Mai verkündet. Hamburg biete als kreative Metropole enormes Potential, den „Kulturwandel der Marke“ erfolgreich zu gestalten, sagte Firmenchef Stefan Treiber der „Welt“. Man freue sich, viele Mitarbeiter für den Wechsel von Isernhagen an die Elbe gewonnen zu haben. Gleichzeitig könne man in einer Stadt wie Hamburg von „einem großen Pool an kreativen Fachkräften profitieren“. Bereits im Januar hatte Bree erklärt, dass man einen Umzug erwäge. 

Rote Zahlen

Bree wurde 1970 von Wolf Peter Bree und seiner Frau Renate Brigitte in Hannover gegründet. Das Unternehmen expandierte in den folgenden Jahrzehnten schnell und gewann für seine Ledertaschen zahlreiche Designpreise. Seit 2008 schloss die Marke die meisten Geschäftsjahre allerdings mit roten Zahlen ab. 2015 belief sich der Verlust auf mehr als 300.000 Euro, 2016 auf 1,5 Millionen Euro. Anfang des Jahres 2018 zog sich Axel Bree als letztes Mitglied der Gründerfamilie aus der Firma zurück. Sein Bruder Philipp war schon 2012 ausgestiegen.

Aus Sicht des neuen Chefs Stefan Treiber ist Bree kein Krisenfall. „Die Investoren glauben an die Marke“, sagte er im Februar der HAZ. Sie müsse sich jedoch verändern, da auch der Markt im Wandel sei.

Von Christian Wölbert

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