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Niedersachsen IHK halbiert Beiträge fürs laufende Jahr
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen IHK halbiert Beiträge fürs laufende Jahr
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09:17 06.05.2015
Von Albrecht Scheuermann
Foto: Hannovers IHK-Präsident Hannes Rehm.
Hannovers IHK-Präsident Hannes Rehm. Quelle: Rainer Surrey
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Hannover

Möglich wird sie nach IHK-Angaben durch „ungeplante Erträge der Finanzanlagen“, die zur Finanzierung von Betriebsmitteln, Bauvorhaben und der betrieblichen Altersversorgung dienen. „Unsere IHK ist wirtschaftlich stabil aufgestellt und hat eine planmäßige Vorsorge getroffen“, erklärte Kammerpräsident Hannes Rehm bei der Vollversammlung. „Die überaus positive Kursentwicklung an den Kapitalmärkten im letzten halben Jahr versetzt uns deshalb in die Lage, einen ungeplanten, einmaligen Überschuss an unsere Mitglieder auszuschütten.“

Wie IHK-Hauptgeschäftsführer Horst Schrage erläuterte, hat die hannoversche Kammer ihre Mittel in drei Spezialfonds angelegt, die das Geld weltweit in verschiedenen Märkten investieren. Dabei sei der Aktienanteil mit 30 Prozent relativ hoch. Die Fonds hätten aber auch von der Hausse bei den Anleihen und dem Dollarkursanstieg profitiert, hieß es. „Wir legen das Geld der Mitglieder progressiver an als andere Kammern“, sagte Schrage. Welche Bank oder Investmentgesellschaft die Fonds verwaltet, wollte er nicht verraten. Die Kammer schütte die Gewinne aus, weil sie keine „Vermögensbildung“ betreiben dürfe und wolle.

Die IHK Hannover gehört zu den größten der 80 Kammern in Deutschland. Sie betreut Unternehmen in neun Landkreisen sowie in der Region Hannover - dies sind knapp 40 Prozent der niedersächsischen Wirtschaft. Dadurch kann die Kammer nach eigener Darstellung relativ kostengünstig arbeiten und viele Dienstleistungen für die Wirtschaft anbieten.

Da diese Angebote grundsätzlich kostendeckend abgerechnet werden, sind die Beiträge im Vergleich zu anderen niedrig. Sie machen laut Schrage „nur noch einen Anteil von weniger als 40 Prozent an unseren Gesamterträgen“ aus.

Das Gebiet der IHK Hannover erstreckt sich von Diepholz im Nordwesten bis Göttingen im Südosten und umfasst rund 165 000 Betriebe mit rund 900 000 sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten.

Heiko Randermann 05.05.2015
08.05.2015
Lars Ruzic 05.05.2015