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Niedersachsen Kräftiger Gewinnanstieg bei der Nord/LB
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Kräftiger Gewinnanstieg bei der Nord/LB
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19:41 27.11.2014
Von Albrecht Scheuermann
Will das Kapital der Landesbank weiter stärken: Nord/LB-Chef Gunter Dunkel.
Will das Kapital der Landesbank weiter stärken: Nord/LB-Chef Gunter Dunkel. Quelle: Holger Hollemann
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Hannover

Damit hat die Norddeutsche Landesbank (Nord/LB) ihr Ziel erreicht, in diesem Jahr spürbar besser abzuschneiden als 2013. Bankchef Gunter Dunkel möchte die verbesserten Ergebnisse nutzen, um die Kapitalpolster des Instituts zu stärken. Von Anfang Januar bis Ende September erreichte die Nord/LB vor Steuern einen Gewinn von 364 Millionen Euro, wie sich dem am Donnerstag vorgelegten Zwischenbericht entnehmen lässt. Im gleichen Zeittraum des Vorjahre hatte das Geldinstitut nur 108 Millionen Euro ausgewiesen. Allerdings war der Zuwachs auch mit einem starken Anstieg der Steuerzahlungen verbunden, so dass sich das Ergebnis nach Steuern mit 251 Millionen Euro „nur“ etwa verdoppelte.

„Wir sind mit der Geschäftsentwicklung im laufenden Jahr durchaus zufrieden“, kommentierte Dunkel die Zahlen. Niedersachsens führende Bank schaffte es, trotz des Zinstiefs den Zinsüberschuss in den neun Monaten leicht auf knapp 1,5 Milliarden Euro zu steigern. Aber auch die anderen Ertragsquellen sprudelten ordentlich. Zugleich war der Verwaltungsaufwand rückläufig.

Wichtig für eine Bank ist jedoch auch der Risikoaufwand. Wie viel Geld muss man zurücklegen, weil Schuldner ihre Kredite nicht mehr bedienen? Diese Frage ist für die Nord/LB besonders im Hinblick auf die umfangreichen Ausleihungen an die angeschlagene Schifffahrtsbranche von Bedeutung. Die Bank gehört zu den größten Schiffsfinanzierern. Offensichtlich ist jedoch die Scheitelwelle bei den maroden Krediten überwunden. Die Nord/LB konnte ihre Wertberichtigungen um fast 30 Prozent auf 464 Millionen Euro verringern - ein Großteil davon entfiel erneut auf die Schiffsfinanzierung.

Entscheidend für die Stabilität einer Bank ist die Ausstattung mit haftendem Kapital, ablesbar an der sogenannten harten Kernkapitalquote. Diese lag Ende September bei 10,6 Prozent gegenüber 10,3 Prozent zum Jahresende 2013. Damit beläuft sich das harte Kernkapital der Landesbank auf 7,3 Milliarden Euro. Der Vorstand ist mit diesem Wert offensichtlich noch nicht zufrieden. „Wir setzen unseren bereits vor einigen Jahren eingeschlagenen Kurs der Kapitalstärkung aus eigener Kraft weiter fort. Die guten Geschäftsergebnisse einerseits sowie weitere Maßnahmen zur Kapital­entlastung andererseits eröffnen uns auch zukünftig die Möglichkeit, unsere Kapitalquoten weiter zu erhöhen“, erklärte Dunkel.

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