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Niedersachsen Nur leichtes Plus beim Absatz
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Nur leichtes Plus beim Absatz
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00:15 13.01.2019
Der Absatz von VW in China ist zuletzt gesunken. Quelle: dpa
Wolfsburg/Hannover

Ein schwacher Jahresschluss hat dem Autobauer VW fast einen neuerlichen Rekord bei den Verkäufen gekostet. Vor allem wegen des Einbruchs auf dem chinesischen Markt konnte die Kernmarke VW Pkw 2018 nur ein weltweites Auslieferungsplus von 0,2 Prozent auf 6,24 Millionen Autos vorweisen. Im Dezember setzte es einen empfindlichen Rückgang von 9 Prozent, wie das Unternehmen am Donnerstag in Wolfsburg mitteilte. Auch bei den VW-Konzerntöchtern Audi und Porsche verlief das Jahr nicht reibungslos.

In China, das bei der Marke VW für rund die Hälfte aller verkauften Autos steht, wurde das Unternehmen im Dezember gut 15 Prozent weniger Wagen los. Auch auf Jahressicht stand hier ein Rückgang der Verkäufe, zuvor war es in dem Land nur nach oben gegangen. Auch dieses Jahr wird für VW kein Spaziergang, sagte der für das Tagesgeschäft zuständige Manager Ralf Brandstätter. „Neben Volumenwachstum werden wir unseren Fokus künftig noch stärker als bisher auf Ertragsstärke legen.“ VW will drei Jahre früher als zunächst anvisiert schon 2022 erreichen, dass vom Umsatz 6 Prozent als operativer Gewinn übrig bleiben.

Ansonsten lieferte VW in den meisten Regionen 2018 mehr Autos aus, darunter in Europa, den USA und Südamerika. Auf dem deutschen Heimatmarkt verkaufte die Kernmarke trotz des Schlamassels bei der Einführung des neuen Abgas- und Verbrauchstandards WLTP letztlich 541.200 Fahrzeuge, ein Plus von 2 Prozent. Seit September dürfen in der EU keine Neufahrzeuge mehr zugelassen werden, wenn sie keine Typgenehmigung nach dem neuen Prüfverfahren haben. Weil es dabei aber deutliche Verzögerungen gab, waren viele Modelle lange nicht lieferbar, in mehreren Werken standen die Bänder tageweise still.

Auch Volkswagen Nutzfahrzeuge in Hannover litt unter den WTLP-Problemen: Von der T-Baureihe wurden rund 202.000 Modelle verkauft, ein Minus von knapp 2 Prozent. Beim Caddy waren es 158.000 Autos, ein Rückgang um 4,7 Prozent. Dass die Marke ihren Absatz insgesamt um 1,5 Prozent auf knapp 500.000 Fahrzeuge steigern konnte, lag vor allem am Crafter, der um rund 24 Prozent auf 58.500 Einheiten zulegte.

 

Von dpa

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