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Niedersachsen Meyer-Werft steht vor Milliardenauftrag
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Meyer-Werft steht vor Milliardenauftrag
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19:28 26.03.2015
Von Jens Heitmann
Größter Arbeitgeber im Raum Papenburg: Die Meyer-Werft hat angeblich einen Großauftrag an Land gezogen.
Größter Arbeitgeber im Raum Papenburg: Die Meyer-Werft hat angeblich einen Großauftrag an Land gezogen. Quelle: Ingrid Fiebak-Kremer
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Der Auftragswert belaufe sich insgesamt auf mehr als 4 Milliarden Dollar, heißt es in der Branche. Die Meyer-Werft wollte sich am Donnerstag dazu nicht äußern. Man werde die Meldung weder bestätigen noch dementieren, sagte ein Unternehmenssprecher.

Die Carnival-Gruppe will ihre beiden Marken Aida und Costa deutlich ausbauen: Bis zum Jahr 2024 soll sich die Zahl der Betten auf 120.000 verdoppeln. Derzeit haben die zehn Schiffe der Aida-Flotte Platz für knapp 19.000 Passagiere, bei Costa können auf 15 Schiffen gleichzeitig rund 40.000 Gäste an Bord sein. Die neuen Schiffe sollen dem Vernehmen nach zwischen 2019 und 2028 ausgeliefert werden. Details zu den geplanten Luxuslinern und dem Gesamtvolumen des Auftrages könnte Carnival noch in dieser Woche bekannt geben, hieß es gestern.

Es gilt als sicher, dass die Meyer-Werft die Schiffe bauen soll, die für Aida bestimmt sind. In Papenburg wurde der größte Teil der Flotte der Rostocker Reederei gebaut - für die beiden Prototypen einer neuen, größeren Schiffsgeneration hatte jedoch der Meyer-Konkurrent Mitsubishi erhalten. Die Japaner konnten ihre Liefertermine aber nicht einhalten und mussten am Ende hohe Verluste verbuchen.

Die Rückkehr zur Meyer-Werft wirft jedoch Probleme auf: Der Standort Papenburg ist so gut ausgelastet, dass es schwer werden könnte, dort freie Plätze für Neubauten zu finden. Besser sieht es hingegen im finnischen Turku aus: Dort hat Meyer im vergangenen Jahr den Konkurrenten STX übernommen. Der Standort sei dank Aufträgen von Tui Cruises für die nächsten Jahre zwar ebenfalls ausgebucht. Sollte der Konzern aber die Option für „Mein Schiff 7“ nicht ziehen, könnte es dort bereits 2018 freie Kapazitäten geben, hieß es. Möglicherweise könne man in Turku auch zwei Kreuzfahrtschiffe pro Jahr bauen.

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