Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Niedersachsen Niedersachsens Wirtschaft geht hohes Tempo
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Niedersachsens Wirtschaft geht hohes Tempo
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:01 25.09.2012
Von Lars Ruzic
Foto: Die Wachstumszahlen sprechen für sich. „Niedersachsen ist auf dem Weg nach oben", sagte Ministerpräsident McAllister. Angesichts der Einweihung des JadeWeserPorts ein gutes Zeichen.
Die Wachstumszahlen sprechen für sich. „Niedersachsen ist auf dem Weg nach oben", sagte Ministerpräsident McAllister. Angesichts der Einweihung des JadeWeserPorts ein gutes Zeichen. Quelle: dpa
Anzeige
Hannover

Das geht aus den Berechnungen des Arbeitskreises Volkswirtschaftlichte Gesamtrechnungen der Länder hervor, die am Montag vorgestellt wurden.

Betrachtet man die Veränderung einschließlich der Preisentwicklung, legte Niedersachsen sogar am stärksten zu – um 3,2 Prozent. Das zeigt allerdings auch, dass die Bürger hierzulande stärker von Verteuerungen betroffen waren als andernorts. In Baden-Württemberg etwa lag das nominale Wachstum nur bei 2,6 Prozent. Bundesweit lag das Plus bei 2,3 Prozent, preisbereinigt bei 1,1 Prozent. Dabei drückten vor allem einige ostdeutschen Länder den Schnitt: In Sachsen-Anhalt und Thüringen kam das Wachstum mit einem Plus von real 0,1 Prozent quasi zum Erliegen.

Die niedersächsischen Zahlen bewiesen, dass das Land auf einem guten Weg sei, sagte Ministerpräsident David McAllister (CDU). „Niedersachsen ist auf dem Weg nach oben.“ Wirtschaftsminister Jörg Bode (FDP) ergänzte, das Land bleibe „in einem insgesamt schwieriger werdenden wirtschaftlichen Umfeld auf dem Wachstumspfad“. Schon nach der Krise 2008/09 habe Niedersachsen besonders schnell wieder aufholen können. Bode zeigte sich „optimistisch, dass wir in diesem Jahr auf einen neuen Beschäftigungsrekord zusteuern“.

Zu verdanken hat das Land sein überdurchschnittliches Plus vor allem dem verarbeitenden Gewerbe, das nach Angaben der Statistiker um 5,6 Prozent zulegte. Hierin spiegelt sich vor allem die vergleichsweise gute Entwicklung der heimischen Automobilindustrie – mit Volkswagen an der Spitze und vielen Zulieferern im Schlepptau. Zwar hängt die Produktion in den fünf niedersächsischen VW-Werken vor allem am derzeit schwächelnden europäischen Markt, doch konnten die Wolfsburger hier besser abschneiden als die Konkurrenz.

Zudem spielte der Autobauer in den vergangenen Monaten auch als Großinvestor eine wichtige Rolle. Allein der Umbau des Wolfsburger Stammwerks verschlang Hunderte Millionen Euro – auch ein Grund, warum auch das Bauhauptgewerbe im Land um immerhin 2,2 Prozent zulegte.

Bis zum Jahresende wird sich das niedersächsische Tempo wohl nicht durchhalten lassen. Die IHK Hannover rechnet für 2012 insgesamt mit einem Plus von einem Prozent. Die Erwartungen der Betriebe an das zweite Halbjahr seien verhalten, sagte Hauptgeschäftsführer Horst Schrage der HAZ. „Mit Sorge blicken viele Unternehmen auf die Entwicklung in wichtigen EU-Staaten, die eine enge Exportverflechtung mit der niedersächsischen Wirtschaft aufweisen.“

Niedersachsen Autozulieferer an der Börse - Conti-Aktie rutscht ins Minus
24.09.2012
Niedersachsen Einblicke in Hannovers große Laster - Das Programm der IAA am Wochenende
22.09.2012
Stefan Winter 20.09.2012