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Niedersachsen P+S-Werften wollen Pleite abwenden
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen P+S-Werften wollen Pleite abwenden
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10:10 24.08.2012
Quelle: dpa
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Stralsund

Der Geschäftsführer der angeschlagenen P+S-Werften, Rüdiger Fuchs, will dem Vernehmen nach auch über das Wochenende hinweg Gespräche zur Rettung der beiden Schiffbaubetriebe in Stralsund und Wolgast mit ihren knapp 2000 Beschäftigten führen. Er stehe mit Kunden und Lieferanten in einem intensiven Dialog, hieß es aus Werftkreisen. Damit dürfte zunächst nicht mit einem Insolvenzantrag zu rechnen sein, der am Montag noch unausweichlich schien, nachdem das Land die Rettungsbeihilfe gestoppt hatte. Von 152 Millionen Euro an staatlich verbürgten Krediten waren bereits 70 Millionen ausgezahlt worden.

Ein Krisengespräch maßgeblicher Zulieferer am Donnerstagnachmittag in Rostock brachte offenbar noch keine konkreten Ergebnisse. Unternehmensvertreter weigerten sich, nähere Auskünfte zu geben. Für den Abend war den Angaben zufolge in Stralsund eine Sitzung des Werften-Aufsichtsrats geplant, in der Fuchs über den Stand seiner Rettungsbemühungen und die Verhandlungen mit Kunden und Lieferanten informieren wollte. Beobachter werten die Fortdauer der Gespräche als Indiz dafür, dass auch die Geschäftspartner der Werften noch Spielraum für Zugeständnisse sehen. Der Werftenmanager will Auftraggeber wie Scandlines und DFDS sowie Zulieferer zu finanziellen Zugeständnissen bewegen, um eine Insolvenz abzuwenden.

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Zur Umsetzung des ursprünglichen Rettungskonzeptes hatten sich die Zulieferer zu Eigenkapitalleistungen im Umfang von 20 Millionen Euro verpflichtet. Den Firmen drohen bei Insolvenz der Werften massive Verluste, weil Leistungen und Material vielfach noch nicht bezahlt sind.

dpa

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