Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Niedersachsen NewYorker gewinnt vor Gericht gegen Amazon
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen NewYorker gewinnt vor Gericht gegen Amazon
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:27 06.08.2018
Die Modekette kritisiert Amazon mit scharfen Worten Quelle: Michael Wallmüller
Hannover

NewYorker hat sich in einem Streit um gefälschte Produkte gegen Amazon durchgesetzt. Der Online-Konzern muss der Modekette mit Hauptsitz in Braunschweig nun Informationen über einen Händler geben, der gefälschte Kleidung über Amazon verkauft hatte. Das geht aus einem Beschluss des Oberlandesgerichts Braunschweig hervor, den NewYorker am Freitag veröffentlichte.

NewYorker kritisiert die Online-Plattform mit ungewöhnlich scharfen Worten. „Auf Amazon werden schon seit längerer Zeit unkontrolliert gefälschte und unlizenzierte Waren angeboten, bislang ohne wirksame Kontrolle“, schreibt die Modekette. Kunden seien betrogen, Unternehmen in ihren Markenrechten verletzt worden, darunter auch NewYorker. Amazon wollte die Mitteilung von NewYorker am Montag nicht kommentieren.

Auch Birkenstock legte sich mit Amazon an

Bereits im Herbst 2017 hatte das Landgericht Braunschweig entschieden, dass Amazon der Modekette nähere Auskünfte zu gefälschten Artikeln geben muss, zum Beispiel zur Identität und Adresse des Anbieters, den verkauften Mengen und den erzielten Preisen. Amazon legte Berufung ein, scheiterte damit aber vor dem Oberlandesgericht Braunschweig.

Es ist nicht das erste Mal, dass Amazon aufgrund gefälschter Produkte auf seinem Online-Marktplatz in der Kritik steht. Ende letzten Jahres warf die Sandalen-Marke Birkenstock dem US-Konzern vor, nicht genügend gegen Händler zu unternehmen, die Plagiate anbieten. Auch Rossmann, dm und Douglas halten die Kontrollen auf dem Marktplatz nicht für ausreichend, sie warnten vor Kurzem vor gesundheitsgefährdenden Kosmetikprodukten auf der Plattform.

Amazon erklärte damals, dass die Sicherheit der Kunden für das Unternehmen oberste Priorität habe. Marketplace-Händler müssten sich an die lokalen Verkaufsbedingungen halten. Erlange man Kenntnis von Verstößen, überprüfe und entferne man Produkte.

Von Christian Wölbert

Volkswagen Nutzfahrzeuge hat in den Werksferien sein Stammwerk in Hannover-Stöcken modernisiert. Die Mitarbeiter sollen entlastet werden, dadurch soll auch die Produktivität steigen.

06.08.2018

Bei der Preisgestaltung setzen Energieversorger oft auf die Trägheit ihrer Kunden – denn der Wechsel zu einem anderen Anbieter ist längst nicht gang und gäbe. Vom hannoverschen Anbieter Enercity wünschte man sich, dass er mit seinen treuen Kunden anders umgeht, als er dies tut, meint unser Kommentator.

06.08.2018

Wie der Blockheizkraftwerk-Hersteller KWK aus Hannover-Linden den Spagat zwischen alternativer Grundhaltung und wirtschaftlichem Erfolg schafft.

03.08.2018