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Niedersachsen Ramsauer will weiteren Test des Transrapid
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Ramsauer will weiteren Test des Transrapid
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20:17 27.04.2010
Macht Tempo beim Transrapid: Verkehrsminister Ramsauer.
Macht Tempo beim Transrapid: Verkehrsminister Ramsauer. Quelle: ap
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Zusammen mit politischen Repräsentanten aus dem Emsland und Vertretern der Wirtschaft setzte der Minister sich in einen Zug der Magnetschwebebahn und ließ sich über die gut 30 Kilometer lange Rundstrecke fahren. Dabei erreichte der Transrapid eine Geschwindigkeit von 353 Stundenkilometern. Es war die erste öffentliche Fahrt der Magnetschwebebahn für Besucher seit dem Unfall auf der Teststrecke 2006. Damals waren bei einem Zusammenstoß mit einem Werkstattwagen 23 Menschen ums Leben gekommen.

Die Anhänger der Magnetschwebebahn freuten sich am Dienstag über den politischen Rückenwind aus Berlin. „Willkommen in der Zukunft“, rief die örtliche Bundestagsabgeordnete Gitta Connemann (CDU) dem Minister zu. „Wenn der Minister hier auftritt, ist das auch ein Signal an die Industrie“, erklärte Landrat Hermann Bröring: „Die Eierei um den Transrapid hat ein Ende.“

Ramsauer zeigte sich beeindruckt nach der Probefahrt und sprach vom „großartigen Technologieprojekt“. Deutschland brauche die Magnetschwebebahn, sagte der Verkehrsminister und warnte davor, dass erneut eine in Deutschland entwickelte Technologie ins Ausland, in diesem Fall nach China, abfließe. Das Scheitern von Einsatzstrecken für den Transrapid in Deutschland zum Beispiel zwischen Hamburg und Berlin oder auch in München nannte der Minister aus Bayern eine „politische Todsünde“. Die Fortführung der Testanlage in Lathen sei für die weltweite Vermarktung wichtig. Das Verkehrsministerium werde sich dafür einsetzen, dass über 2010 hinaus der Betrieb weitergehe, erklärte Ramsauer.

Ramsauer reagierte in Lathen auch auf Spekulationen um den Ausbau der Bahnstrecke zwischen Oldenburg und Wilhelmshaven zum neuen Jade-Weser-Port. Ramsauer sprach von einer „unverzichtbaren Infrastrukturmaßnahme“ und fügte hinzu: „Wir brauchen möglichst schnell den zweigleisigen Ausbau der Bahnverbindung von Oldenburg nach Wilhelmshaven.“ Termine nannte er nicht.

Bernhard Remmers

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