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Niedersachsen Stahlhersteller Salzgitter will wieder schwarze Zahlen schreiben
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Stahlhersteller Salzgitter will wieder schwarze Zahlen schreiben
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13:39 27.02.2013
Foto: Stahlhersteller Salzgitter hofft 2013 auf bessere Geschäfte als im Vorjahr.
Stahlhersteller Salzgitter hofft 2013 auf bessere Geschäfte als im Vorjahr. Quelle: dpa
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Salzgitter

Deutschlands zweitgrößter Stahlkonzern Salzgitter peilt nach einem schwierigen Jahr 2012 eine Ertragswende fürs laufende Geschäftsjahr an. Sofern sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen nicht weiter verschlechtern, setzt der Konzern für 2013 auf eine Rückkehr in die schwarzen Zahlen. Bei stabilem Umsatz hält der Vorstand des ThyssenKrupp-Konkurrenten vor Steuern einen Gewinn im unteren zweistelligen Millionenbereich für möglich. Zugleich verwies er am Mittwoch darauf, dass der Ausblick angesichts der unklaren Konjunkturprognosen noch von Unsicherheiten geprägt sei.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr war das Unternehmen wegen der schwachen Nachfrage nach Stahl in Europa und dem anhaltenden Preisdruck in die roten Zahlen gerutscht. Vor Steuern stand ein Fehlbetrag von 29,4 Millionen Euro nach einem Vorsteuergewinn von 201,6 Millionen 2011. Unterm Strich stand 2012 ein Verlust von 99,8 Millionen Euro. Das lag auch an negativen Steuereffekten. Ein Jahr zuvor hatte Salzgitter noch 236 Millionen verdient. Der Umsatz legte 2012 um 6 Prozent auf 10,4 Milliarden Euro zu.

Die Stahlbranche war vor allem angesichts der hohen Rohstoffpreise in ein Jahr voller Ungewissheit gegangen. Es werde immer schwieriger, die Balance zwischen einer möglichst schlanken Lagerhaltung und plötzlichen Nachfrageschüben zu halten, hatte zum Jahreswechsel der Salzgitter-AG-Sprecher Bernhard Kleinermann betont. Die Niedersachsen stellten sich sowohl beim Eisenerz als auch bei Stahlschrott und Kokskohle auf weitere Zuwächse ein. Salzgitter hatte angesichts der hohen Rohstoffkosten Ende vergangenen Jahres bereits die Preise für die hergestellten Produkte deutlich nach oben korrigiert.

dpa

Dieser Artikel wurde aktualisiert.