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Niedersachsen Stephan Weil spricht sich für VW-Umbau aus
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Stephan Weil spricht sich für VW-Umbau aus
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14:36 31.05.2015
Von Lars Ruzic
"Möglichkeiten noch nicht alle ausgeschöpft": Stephan Weil. Quelle: dpa (Archiv)
Hannover

Die Märkte des zweitgrößten Autokonzerns der Welt entwickelten sich derzeit höchst unterschiedlich. Eine neue Struktur müsse sich stärker an den Gegebenheiten vor Ort ausrichten. Gleichzeitig dürfe der Konzern nicht zu einer „Gemeinschaft unabhängiger Marken“ werden, sondern müsse mehr Synergien schöpfen. Die Möglichkeiten dazu seien „sicher längst noch nicht alle ausgeschöpft“, so Weil.

Derzeit arbeitet VW-Chef Martin Winterkorn an einer Umstrukturierung des Autobauers, der bislang noch stark zentralistisch geführt wird. Als erstes Beispiel gilt die Gründung einer eigenen Holding für das Lkw-Geschäft, unter deren Dach MAN und Scania sich enger verzahnen sollen. Gleichzeitig hat Winterkorn dem Konzern bereits vor einem Jahr ein Effizienzprogramm verordnet, mit dem unter anderem ein ausufernder Wildwuchs bei Modellen und Komponenten bekämpft werden soll.

Im Streit mit dem früheren VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch, der Winterkorn absetzen wollte, hatte Weil nach eigenem Bekunden „von Anfang an keinen Zweifel daran gelassen“, dass er den VW-Chef im Konzern halten wollte. Piëch war vor gut einem Monat zurückgetreten, nachdem er neben Landesregierung und Betriebsrat auch in der eigenen Familie keinen Rückhalt für seine Position gefunden hatte. Derzeit wird der Aufsichtsrat kommissarisch vom früheren IG-Metall-Chef Berthold Huber geführt. Ihm sei „an einer zügigen Nachfolgeregelung gelegen“, sagte Weil, ohne Namen zu nennen.

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