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Niedersachsen VWN schmiedet eigenen Zukunftspakt
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen VWN schmiedet eigenen Zukunftspakt
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07:25 30.11.2016
Von Lars Ruzic
Quelle: dpa (Symbolbild)
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Hannover

Volkswagen Nutzfahrzeuge will bei seinem Umbauprogramm dem Zukunftspakt der Schwester VW Pkw in nichts nachstehen. VWN werde die Produktivität ebenfalls bis 2020 um 25 Prozent verbessern, kündigte Markenchef Eckhard Scholz am Dienstag auf einer Betriebsversammlung im hannoverschen Stammwerk an. „Es geht um die Zukunft dieses Standortes“, sagte er vor gut 5000 Beschäftigten. Nicht nur die Produktion, auch die Verwaltungsbereiche brauchten einen Produktivitätsschub.

Management und Betriebsrat verhandeln für die Marke derzeit über einen eigenen Zukunftspakt. Er trägt die Abkürzung VWN - Vereinbarung für Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit - und soll noch vor Weihnachten ausgehandelt sein. Die Hannoveraner sollen wie die Schwestermarke in Wolfsburg profitabler werden. Im Gegenzug soll der Standort im Stadtteil Stöcken zum Leitwerk für leichte Elektro-Nutzfahrzeuge ausgebaut werden. Gleichzeitig wird es auch in Hannover Personalabbau geben - das Ausmaß soll sich jedoch in Grenzen halten. Kündigungen sind bis 2025 ausgeschlossen.

Der Heimatstandort des Transporters und seiner unzähligen Varianten gehört derzeit ohnehin zu den am besten ausgelasteten in Deutschland. Die Nachfrage nach leichten Nutzfahrzeugen ist europaweit hoch, und noch spüren die Hannoveraner kein Abflachen der Auftragskurve.

Auch deshalb hoffen die rund 800 Leiharbeiter, deren Verträge Ende März 2017 auslaufen, auf eine Übernahme in die Festanstellung - obwohl VW-Personalvorstand Karlheinz Blessing im Zusammenhang mit dem Zukunftspakt angekündigt hatte, damit „restriktiv“ verfahren zu wollen. „Wir können nach aktuellem Planungsstand keinen einzigen Zeitarbeiter entbehren“, sagte Betriebsratschef Thomas Zwiebler. Im Bereich der Komponentenfertigung - der Standort fertigt etwa Wärmetauscher oder Zylinderköpfe für den ganzen Konzern - soll dagegen Personal eingespart werden. Hier könnten jedoch 140 Betroffene in die Fahrzeugproduktion wechseln, hieß es.

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