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Niedersachsen VW übernimmt 1500 Leiharbeiter
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen VW übernimmt 1500 Leiharbeiter
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15:25 29.11.2013
Betriebsratschef Osterloh: "Die Zeit der Unsicherheit und des Wartens ist für die betroffenen Zeitarbeitskräfte jetzt vorbei" Quelle: dpa
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Wolfsburg

Dank guter Auslastung in seinen deutschen Werken übernimmt der Volkswagen-Konzern zum Jahreswechsel rund 1500 Leiharbeiter. Es gebe Festanstellungen für 912 Zeitarbeitskräfte im Wolfsburger Stammwerk und 572 Zeitarbeitskollegen aus den anderen deutschen VW-Fabriken, heißt es in der am Donnerstag erschienenen VW-Betriebsratszeitung.

"Die Zeit der Unsicherheit und des Wartens ist für die betroffenen Zeitarbeitskräfte jetzt vorbei", zitiert das Blatt VW-Betriebsratschef Bernd Osterloh. Die Regelung gelte für alle VW-Leiharbeiter, die im Dezember, Januar oder Februar seit drei Jahren am Stück in den deutschen VW-Werken gearbeitet haben werden.

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Neue Befristung wäre verboten

Eine neue Befristung wäre für die rund 1500 auf Zeit Angestellten gesetzlich verboten gewesen - VW hätte sie also entlassen oder, wie nun geplant, alternativ fest übernehmen müssen. "So etwas ist kein Selbstläufer", betonte Osterloh. Die Übernahmen seien auch deshalb möglich, weil es in den Werken hierzulande derzeit genug Arbeit gebe.

Nach Angaben eines Betriebsratssprechers profitieren nicht nur die westdeutschen Werke der VW AG, sondern auch die Volkswagen Sachsen GmbH. Der Sprecher sagte, dass der allergrößte Teil der betroffenen Leiharbeitergruppe auch ein Angebot bekommen habe. Es gebe nur ganz wenige Ausnahmen. Nach Berechnungen des Betriebsrates glückte im Juni bereits die feste Übernahme von 800 Leiharbeitern, im September folgten 1000 weitere.

Charta zum Thema Leiharbeit

Ende September zählte Deutschlands größter Industriekonzern weltweit 570 089 Mitarbeiter - so viele wie nie. Die Übernahme von Leiharbeitern, die Länge ihrer Beschäftigung am Stück und auch ihre Bezahlung ist immer wieder ein Zankapfel. Die Arbeitnehmerseite sieht am liebsten die Stammbelegschaft gestärkt, die Arbeitgeber pochen auf eine flexible Reserve für Auftragsspitzen. Volkswagen hat seit einem Jahr eine Charta mit Regeln zu dem Thema.

dpa

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