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Niedersachsen Wachsendes Jobangebot bei Sozialberufen trotz Krise
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Wachsendes Jobangebot bei Sozialberufen trotz Krise
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15:34 19.08.2009
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Bei Sozialberufen stiegen die Stellenmeldungen weiter an, berichtete die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit. Quelle: Timm Schamberger /ddp (Archiv)
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In Niedersachsen und Bremen gibt es hier zweistellige prozentuale Zuwächse. Eine Rolle spielt dabei auch der von 2013 an vorgesehene Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz. Experten gehen davon aus, dass der Bedarf an Kindergärtnerinnen und Kinderpflegerinnen noch steigen werde. Umschulungen liefen bereits. Es sei aber leider schwierig, die Größenordnung des benötigten Fachpersonal schon heute zu beziffern.

Der Chef der Regionaldirektion, Klaus Stietenroth, sagte, nicht zuletzt wegen des wachsenden Anteils alter Menschen werde der Bedarf an Krankenschwester, Sozialarbeitern, Masseuren und Physiotherapeuten voraussichtlich auch künftig steigen. Insgesamt sieht Stietenroth jedoch noch keine dauerhafte Entspannung auf dem Arbeitsmarkt. Aus den Anmeldungen von Arbeitsuchenden (plus 14 Prozent), die demnächst ihren Job verlieren, sei ersichtlich, dass eine „Bugwelle“ auf die Agenturen zurolle.

Bisher seien Niedersachsen und Bremen im Vergleich mit anderen Bundesländern bei der Arbeitsmarktentwicklung aber noch „mit einem blauen Auge“ davongekommen. Anders als zu Beginn der Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf den Arbeitsmarkt befürchtet Stietenroth nun nicht mehr, dass die Zahl der Arbeitslosen die 400 000er Grenze überschreiten wird. Bisher liegt die Zahl rund vier Prozent über Vorjahr. Im Juli waren in Niedersachsen knapp 316 000 und in Bremen rund 40 000 Menschen arbeitslos.

Für die zweite Jahreshälfte erwartet der Chef der Arbeitsagentur jedoch deutliche Zuwachsraten bei der Erwerbslosigkeit. Bis Dezember seien Zahlen von 10 bis 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr möglich. Stietenroth: “2010 wird schlechter wegkommen als 2009.“ In diesem Jahr seien zumindest die ersten Monate noch positiv gewesen. Zudem profitiere Niedersachsen in diesem Jahr noch von der Sonderkonjunktur bei VW wegen der Abwrackprämie, der geringeren Exportabhängigkeit im Ländervergleich und dem großen Anteil kleiner und mittlerer Unternehmen.

lni