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Niedersachsen Windparkentwickler PNE im Gegenwind
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen Windparkentwickler PNE im Gegenwind
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17:41 26.03.2012
Von Jens Heitmann
Der Cuxhavener Windparkentwickler PNE ist in die roten Zahlen gerutscht. Quelle: dpa
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Cuxhaven

Im Vorjahr hatte man noch einen Gewinn von 7,9 Millionen Euro verzeichnet. Auch der Umsatz lag mit 48,6 Millionen Euro deutlich unter den 65,6 Millionen aus 2010.

PNE hatte ihr Windparkprojekt „Gode Wind II“ Ende vergangenen Jahres an die Hyssing Vermögensverwaltungsgesellschaft verkauft, die von der dänischen Brancor Capital Partners APS gehalten wird. Doch die für den 23.März vereinbarte erste Zahlung von 80 Millionen Euro für das Projekt mit 252 Windmühlen blieb aus. Für das Cuxhavener Unternehmen ist es bereits das zweite Fiasko: Bereits vor zwei Jahren musste PNE den Schwesterpark „Gode Wind I“ zurücknehmen, weil der damalige Investor pleitegegangen war.

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Vorstandschef Martin Billhardt zeigte sich gestern zuversichtlich, in Kürze einen neuen Käufer präsentieren zu können: „Als eines der wenigen Projekte verfügt ,Gode Wind II‘ bereits über einen gesicherten Netzanschluss – ein wichtiger Punkt für deutsche Offshore-Windparks.“ Der Windpark soll etwa 38 Seemeilen vor der Insel Norderney entstehen.

Insgesamt hat das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrografie vier der von PNE entwickelten Offshore-Projekte genehmigt. Im Dezember 2011 erhielt der bereits im Jahr 2009 veräußerte Offshore-Windpark „Borkum Riffgrund II“ die Genehmigung, wodurch der Gesellschaft im ersten Halbjahr 2012 eine weitere Zahlung durch den Käufer Dong Energy zufließt.

PNE-Chef Billhardt glaubt weiterhin, für die Geschäftsjahre 2011 bis 2013 zusammengenommen operativ einen Gewinn von 60 bis 72 Millionen Euro ausweisen zu können. Für 2011 zahlt PNE eine Dividende von 4 Cent je Aktie.

Jens Heitmann 26.03.2012
Jens Heitmann 26.03.2012
23.03.2012