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Niedersachsen e.on erhält Standort in Hemmingen
Nachrichten Wirtschaft Niedersachsen e.on erhält Standort in Hemmingen
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22:18 29.10.2012
Von Jens Heitmann
In der e.on-Zentrale hat man sich auf einen neuen Tarifvertrag für die Service-Gesellschaft verständigt. Quelle: dpa (Symbolfoto)
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Hannover

Danach soll die „e.on Business Service Center“ (Ebus) mit rund 640 Mitarbeitern an den Standorten Berlin, Regensburg und Hemmingen in der Region Hannover Dienstleistungen im Personal- und Rechnungswesen erbringen. „Mit dem neuen Tarifvertrag erhalten wir Hunderte von qualifizierten Arbeitsplätzen in Deutschland“, erklärte Vorstandsmitglied Marcus Schenck.

Der Konzern will im Rahmen seines Kostensenkungsprogramms „e.on 2.0“ jede elfte seiner knapp 80.000 Stellen streichen, 6000 davon in Deutschland. Mit der neuen Service-Gesellschaft bündele man gleichartige Dienstleistungen und vereinheitliche die entsprechenden Arbeitsprozesse im Konzern, sagte Schenk. Damit blieben die Standorte Regensburg und Hemmingen mit 230 beziehungsweise rund 150 Mitarbeitern erhalten, neu hinzu komme Berlin – dort sollen künftig 260 Beschäftigte unter anderem für die weltweite Personalsuche zuständig sein.

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Nach Angaben der Gewerkschaft sind die Standorte Hemmingen und Regensburg mindestens bis 2019 gesichert.  Darüber hinaus sei in den Verhandlungen gelungen, den ursprünglichen Forderungen der Konzernführung die Spitze zu nehmen. So habe man die Einführung einer 40-Stunden-Woche ebenso verhindern können wie die Absenkung der Vergütungen um 40 Prozent für Neueinsteiger und um 20 Prozent für langjährige Mitarbeiter. Auch die geforderten Nullrunden konnte ver.di nach eigener Aussage abmildern. Für das kommende Jahr sei eine Einmalzahlung von 1500 Euro vorgesehen, für 2014 gebe es einmalig 1000 Euro, hieß es.

Das Ebus-Tarifwerk, das zum Jahreswechsel in Kraft treten soll, lehnt sich offenbar eng an die Regelungen an, die bei der Schwestergesellschaft e.on IT in Hannover gelten. Deren Betriebsratschef Michael Mittmann ist kürzlich in einer Kampfabstimmung auch an die Spitze des Konzernbetriebsrates gewählt worden. Er gilt als Vertreter einer eher moderaten Verhandlungslinie – sein Vorgänger Hans Prüfer hatte im Streit um den geplanten Personalabbau auf Konfrontation gesetzt.

Lars Ruzic 28.10.2012
28.10.2012