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Wirtschaft Zwischenlösung für Mitarbeiter von Praktiker
Nachrichten Wirtschaft Zwischenlösung für Mitarbeiter von Praktiker
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19:25 18.09.2013
Aufatmen für Praktiker-Mitarbeiter: Die Einrichtung einer Transfergesellschaft für rund 4000 Beschäftigte rückt näher. Quelle: dpa
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Hamburg/Berlin

Die Gewerkschaft ver.di begrüßte am Mittwoch eine Einigung von Arbeitnehmervertretern und Insolvenzverwaltung über eine Transfergesellschaft für rund 4000 Beschäftigte der insolventen Baumarktkette Praktiker. Beide Seiten hatten sich am Dienstag in Erfurt über eine Auffanglösung verständigt. Der Gläubigerausschuss von Praktiker entscheidet jedoch ebenfalls mit. Die Arbeitnehmervertreter appellierten an die Teilnehmer, der Transfergesellschaft zuzustimmen. Die Gläubiger tagen am 28. September.

„Die Mitarbeiter bekommen 75 Prozent ihres letzten Gehalts“, sagte eine ver.di-Sprecherin. Die Laufzeit der Transfergesellschaft staffele sich nach der Kündigungsfrist. Etwa 900 Mitarbeiter hätten demnach sechs Monate lang Anspruch auf das Geld. 2500 bekommen die Leistung vier oder fünf Monate lang, die anderen für drei Monate. Diese Zeit sollen sie zur Qualifizierung und Vorbereitung auf den Arbeitsmarkt nutzen. Keinen Anspruch auf Geld aus der Transfergesellschaft haben laut Sprecherin dagegen die rund 3000 geringfügig Beschäftigten.

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Die Einigung beziehe sich nur auf Mitarbeiter der Tochtergesellschaften. „Über die Mitarbeiter in den Zentralen werden wir Anfang Oktober verhandeln“, kündigte die Betriebsratsvorsitzende Kerstin Schäfer in der „Saarbrücker Zeitung“ an. Hier sind nach ver.di-Angaben 750 bis 800 Arbeitnehmer betroffen.Die Vereinbarung für die rund 4000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten sei in langen, harten Verhandlungen und unter Zeitdruck geschlossen worden, berichtete die Gewerkschaft. „Mit der Einrichtung dieser Transfergesellschaft kann nun verhindert werden, dass Tausende Menschen ab 1. Oktober in die Arbeitslosigkeit abgeschoben werden“, sagte Vorstandsmitglied Stefanie Nutzenberger. Praktiker bestätigte die Einigung, wollte sich zu Details jedoch nicht äußern.

dpa

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