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Wirtschaft lokal Pilotprojekt noch lückenhaft
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17:53 19.08.2010

Landkreis (bes). Martina Perreng, Arbeitsrechtlerin beim Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB), begrüßt diesen Schritt, weil mit dem anonymen Bewerbungsverfahren mehr Transparenz bei der Eignung für einen Job hinsichtlich der fachlichen Qualitäten geschaffen werde. „Zudem ist es ein Schritt mehr hin zum Schutz gegen Vorurteile“, argumentiert Perreng. Wünschenswert sei, dass das neue Verfahren in Zukunft auch bei anderen Unternehmen zum Standard wird und zudem weitere Angaben wie etwa zum Familienstand nicht mehr gemacht werden müssen. „Die Unternehmen schaffen sich durch die Objektivität einen Vorteil“, so die DGB-Arbeitsrechtlerin.

Perreng räumt allerdings auch ein, dass das Anonymisierungsverfahren in seinem bisher geplanten Umfang auch Lücken aufweist. Aufgrund der Angaben zum beruflichen Werdegang lassen sich auch Rückschlüsse auf die gesamte Biografie anstellen.

Kritisch schätzt indes Martin Wrede, Leiter der IHK-Geschäftsstelle in Stadthagen, das Pilotprojekt ein. „Der überwiegende Teil der Unternehmen dürfte sich mit anonymen Bewerbungen sehr schwer tun“, sagt Wrede. „Gerade in kleinen und mittleren Firmen steht keine Personalabteilung zur Verfügung, die die Vorauswahl übernimmt.“ In der Praxis gehe es dort für einen Personalverantwortlichen darum, sich mit einem effizienten Bewerbungsverfahren möglichst schnell einen Überblick über geeignete Kandidaten zu verschaffen. Dabei spiele auch der erste Eindruck von der Persönlichkeit eines Bewerbers eine „nicht unwesentliche Rolle“. Außer den rein fachlichen Kompetenzen ist es nach Einschätzung Wredes entscheidend, dass sich der Bewerber in bestehende Strukturen eines Unternehmens einfügt. Daher sollte es auch weiterhin möglich sein, sich schon mittels der Unterlagen ein möglichst genaues Bild vom Bewerber zu machen, das dann in einem Bewerbungsgespräch noch vervollständigt werden kann.

Die Mitarbeiter der Hamelner Geschäftsstelle der Bundesarbeitsagentur beobachten die Diskussion, insbesondere unter den Großunternehmen, um das Pilotprojekt mit den anonymen Bewerbungen nach Angaben von Pressesprecherin Christina Rasokat mit Interesse. Grundsätzlich sei jedoch auf Arbeitgeberseite ein generelles Interesse an qualifizierten Mitarbeitern festzustellen, so Rasokat. Eine offizielle Stellungnahme wollte die Pressesprecherin noch nicht abgeben.

Trotz der gerade überstandenen Finanzkrise, ist das Interesse an Eigentumswohnungen weiterhin groß. „Wir haben einen sehr guten Zuspruch über alle Bereiche vom Neubau bis hin zur Bestands-Immobilie“, freute sich Rüdiger Fischer anlässlich des Immobilientags der Sparkasse Schaumburg.

19.08.2010

Die „Soltec“ in Hameln, Norddeutschlands größte Messe für Solarenergie und erneuerbare Energien, beschäftigt sich von Donnerstag, 26. August, bis Sonntag, 29. August, nach Angaben der Veranstalter verstärkt mit dem Thema Geothermie. „Soltec“-Veranstalter Rainer Timpe geht davon aus, „dass die im Vorjahr erreichte Besucherzahl von 16 000 überschritten wird, denn steigende Energiekosten sorgen dafür, dass sich immer mehr Endverbraucher für kostensenkende Sparmaßnahmen wie Wärmedämmung oder Nutzung der in der Umwelt vorhandenen Energie entscheiden“.

19.08.2010

200 Gäste haben sich im Ratskeller während einer Veranstaltung der Volksbank Hameln-Stadthagen über Anlagemöglichkeiten im Aktienmarkt informiert. Gastreferenten des Abends, der von Volksbank-Vorstand Michael Joop eröffnet wurde, waren Andre Köttner und Chantal Toelle. Mit Unterstützung von auf eine Leinwand projizierten Schautafeln erläuterte zunächst Köttner die sich im Aktienmarkt bietenden Möglichkeiten.

18.08.2010