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Wissen 50 Jahre „Der Herr der Ringe“: Ein Fantasy-Bestseller feiert Geburtstag
Nachrichten Wissen 50 Jahre „Der Herr der Ringe“: Ein Fantasy-Bestseller feiert Geburtstag
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10:00 13.10.2019
Bis auf den Beginn ist alles an der „Der Herr der Ringe“-Trilogie überwältigend. Die Geschichte über Mittelerde sowieso. Quelle: Liam Truong/unsplash
Hannover

Es beginnt vergleichsweise bescheiden: „Dieses Buch handelt zum großen Teil von Hobbits, und der Leser erfährt daraus viel über ihre Wesensart und ein wenig auch über ihre Geschichte“, heißt es zum Auftakt der „Herr der Ringe“-Trilogie. Ähnlich bescheiden war die Erstauflage, als J. R. R. Tolkiens Roman Mitte der Fünfzigerjahre im Original erschien. Mit gerade mal 3500 Exemplaren kam das Fantasy-Epos auf den Markt. Heute beträgt die Gesamtauflage unglaubliche 150 Millionen Exemplare; allein die deutsche Auflage liegt bei mehr als zehn Millionen. Tendenz stetig steigend.

Filme, Spiele und Merchandising-Artikel so weit das Auge reicht

Viel oder wenig – solche Begriffe reichen kaum aus für das, was der Oxforder Professor für Altenglisch geschaffen hat. Bis auf den Beginn ist alles an der Trilogie überwältigend. Die Geschichte über Mittelerde sowieso. Der Umfang des Werks, der je nach Übersetzung und Ausstattung zwischen 1200 und 1600 Seiten liegt – und das ganze Drumherum erst recht. Um den Text ist ein gewaltiger Kosmos entstanden: Filme, Spiele, Bücher über die Bücher, Merchandising-Artikel jeglicher Art.

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Frankfurter Buchmesse lädt zum großen Tolkien-Nachmittag ein

Zum Jubiläum – vor 50 Jahren erschien die deutsche Erstausgabe von „Der Herr der Ringe“ – hat der Stuttgarter Verlag Klett-Cotta gleich zwei Sonderausgaben herausgebracht. Die verkaufen sich, sagt Verlagssprecherin Katharina Wilts, „erwartungsgemäß sehr gut“. Ähnlich gut dürften die Besucherzahlen sein, wenn die Frankfurter Buchmesse am 19. Oktober zum großen Tolkien-Nachmittag lädt.

„Der Herr der Ringe“-Merchandising: Das Prinzip von Angebot und Nachfrage

Wer es nicht so mit dem Fantasy-Genre hat, findet den Wirbel wohl eher übertrieben. Viele Fans von „Der Herr der Ringe“ (HdR) und Tolkiens Roman „Der Hobbit“ hingegen scheinen es sogar zu mögen, sich ihr Frühstücksbrot auf dem HdR-Brettchen zu schmieren, die Kaffeetasse mit dem HdR-Geschirrtuch abzutrocknen und die Schuhe auf der HdR-Matte abzuputzen. Vom Aufstehen bis zum Zubettgehen ist der Fan versorgt: Selbst Bettwäsche im Mittelerde-Design kann man kaufen.

Ob Tassen, Bettwäsche oder Fußmatten: Viele „Der Herr der Ringe“-Fans lieben die Merchandising-Artikel. Quelle: Hersteller

HdR-Mousepads aus billigem Plastik findet Tobias M. Eckrich, Vorsitzender der Deutschen Tolkien-Gesellschaft (DTG), durchaus verzichtbar. „Doch es gibt zum Beispiel einige sehr gute Filmbücher“, meint er. Grundsätzlich sei die Tolkien-Gesellschaft „erst mal ganz offen“ und lehne die Merchandising-Artikel nicht grundsätzlich ab. Zumal die DTG – ähnlich wie der deutsche Verlag – sowieso nichts gegen die exzessive Vermarktung unternehmen kann. Die Rechte für die meisten Produkte liegen bei einem US-Unternehmen und bei Warner Brothers, der Produktionsfirma der Filme.

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Schriftsteller Tolkien gilt als Begründer der modernen Fantasy-Literatur

Eckrich spricht lieber über den Einfluss des britischen Autors auf die Kunstgeschichte. Demnächst fährt er nach Paris, wo in der Nationalbibliothek eine große Tolkien-Ausstellung eröffnet wird. Zu sehen ist dort auch ein Wandteppich mit Mittelerde-Motiven aus den berühmten Tapisserien von Aubusson.

„Alles, was vom Text ablenkt, führt irgendwann auch wieder zum Text zurück“, meint Katharina Wilts von Klett-Cotta. „Tolkien ist als Begründer der modernen Fantasy weltweit die größte Marke in diesem Bereich. Daher freuen wir uns, dass sich Leser so sehr mit dem Text identifizieren, dass sie auch andere Produkte als Bücher kaufen.“ Falls diese nicht gerade vergriffen sind: Die Mittelerde-Flauschdecke zum Beispiel ist derzeit nicht lieferbar. Immerhin gibt es noch die Mittelerde-Flauschdecke mit Teddyfell – da kuschelt es sich gleich noch gemütlicher.

Von Martina Sulner/RND

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