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Wissen Bleibt die Dürre bis September?
Nachrichten Wissen Bleibt die Dürre bis September?
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17:33 02.08.2018
Steine liegen im ausgetrockneten Flussbett der Dreisam. Hält die Dürre noch bis September an? Quelle: Patrick Seeger/dpa
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Hannover

Die Dürre hat Deutschland fest im Griff, sogar aus dem All ist sie zu sehen. Für die Landwirte ein echtes Problem. Doch Besserung scheint nicht in Sicht, zumindest laut der 46-Tage-Vorhersage des Europäischen Zentrums für mittelfristige Wettervorhersage (ECMWF). Die Dürre werde sich demnach bis Mitte September laufend verschärfen, schreibt der Wetterexperte Jörg Kachelmann, der die Prognose auf Twitter geteilt hat. Zwar sei sie ein experimentelles Produkt, aber „das beste derartige weltweit“.

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„Es kann so kommen, es kann aber genauso gut auch nicht so kommen“, sagt Gerhard Lux vom Deutschen Wetterdienst (DWD) und betont ebenfalls, dass es sich bei dieser mittelfristigen Vorhersage noch um ein experimentelles Werkzeug handelt. Wirklich sagen lasse sich derzeit nicht einmal, wie die zweite Hälfte des Augusts wird.

Eine paar regnerische Tage wären gut

Sicher ist dagegen: Die Dürre zieht sich praktisch schon seit Monaten hin, nicht erst, seit die Hitzewelle das Land erfasst hat. April, Mai, Juni und Juli hätten alle ein Niederschlagdefizit gehabt – vor allem im Norden und Osten Deutschlands, sagt Lux. „Der obere halbe Meter Erdboden ist staubtrocken.“

Damit die Dürre ein Ende findet, reicht ein kräftiger Schauer nicht aus. Denn dann fließt das Wasser auf dem trockenen Boden zu großen Teilen einfach ab. „Eine knappe Woche regnerisches Wetter mit kühleren Temperaturen wären dagegen gut“, sagt Lux. Am Besten dann, wenn ein leichter Nieselregen die Böden schon angefeuchtet hat und sie das Wasser gut aufnehmen können.

Von dpa/RND

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