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Wissen Das Fahrrad fit für den Frühling machen
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11:00 18.04.2019
Mit ein wenig Handarbeit wird das Fahrrad bereit für den Frühling Quelle: dpa-tmn
Hannover

Wenn das Fahrrad nach der Winterpause aus dem Keller kommt, ist es sicherlich etwas eingestaubt und dreckig vom letzten Jahr. Wer sein Fahrrad frühlingsfit machen möchte, beginnt daher am besten mit einer gründlichen Reinigung. Das geht mit Wasser, Spülmittel und Putzlappen oder einem Fahrradreiniger aus dem Fachladen. Von Hochdruckreinigern rät der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) ab, denn dieser kann die Radlager beschädigen. Um an schwer zugängliche Stellen zu kommen, empfehlen die Experten des ADFC stattdessen, einfach eine alte Zahnbüste zu verwenden. Nach dem Reinigen kann das Fahrrad dann mit einem Tuch abgetrocknet werden.

Besonders einfach geht der Fahrrad-Check auf einem Fahrrad-Montageständer. Wer keinen Montageständer hat, legt das Rad einfach verkehrt herum auf den Lenker. So können alle Teile gut erreicht werden, die Räder problemlos drehen und das Fahrrad kann nicht umfallen. Mit einem alten Laken als Unterlage lassen sich Rad und Boden schützen.

Fahrradkette richtig schmieren und ölen

Die schmierige Fahrradkette hinterlässt gerne Flecken auf der Kleidung und der Haut. Gummihandschuhe helfen, die Finger sauber zu halten. Den Kettenreiniger auftragen und kurz einwirken lassen, dann die Kette durch einen alten Putzlappen drehen. Um die Kette geschmeidiger zu halten und vor Rost zu schützen, sollte an der Innenseite der sauberen Kette auf jede einzelne Lasche ein entsprechendes Schmiermittel, zum Beispiel Kettenfett, getröpfelt werden. Dabei aufpassen, dass es nicht über die Felgen tropft und auf die Bremsbeläge gelangt. Auch alle anderen beweglichen Teile sollten eingefettet werden. Wichtig: Ein Einheitsfett für alle Bereiche des Rads gibt es nicht, daher sollten Radler speziell abgestimmte Produkte verwenden

Für einen festen Sitz im Sattel sollten außerdem die Schraube oder der Schnellspanner nicht locker sein. Darüber hinaus empfiehlt es sich, alle Schraubverbindungen zu prüfen und lockere Schrauben anzuziehen. Auch die Kabel von Schaltung und Bremsen sowie die Felgen unter die Lupe nehmen. Sind sie frei von Rissen und Rost?

Fahrradbremsen und Reifen reparieren und einstellen

Besonders wichtig vor der ersten Fahrt ist die Überprüfung der Bremsen. Sie sollten leicht zu betätigen und gut dosierbar sein. Wenn sich der Bremshebel bis zum Lenker durchdrücken lässt, kann dieses zu große Spiel laut ADFC unter Umständen mit Rändelschrauben am Griff und am Bremskörper korrigiert werden. Bei abgefahrenen Bremsklötzen sind die Querrillen der Innenseite nicht mehr zu erkennen. Dann sind aus Sicherheitsgründen neue fällig. Außerdem sollten die Bremsbeläge noch über genügend Profil verfügen. Anschließend sollten Radfahrer prüfen, ob das Rad rund läuft. Wenn es eiert oder eine Felge verbogen ist, muss es zentriert werden. Auch das Reifenprofil nimmt man unter die Lupe. Wenn der Mantel Risse oder Beschädigungen hat, muss er gewechselt werden.

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Auch ohne Loch im Schlauch verlieren Fahrräder über den Winter Luft im Reifen. Der empfohlene Luftdruck steht in der Regel als Minimal- und Maximalwert auf der Flanke des Mantels. Dafür bietet sich eine Standpumpe mit Druckmesser an. Für wenig Rollwiderstand muss der Luftdruck hoch sein. Für unbefestigte Wege jedoch sollte der Luftdruck leicht über dem angegebenen Mindestluftdruck liegen.

Fahrradbeleuchtung: Check beim Fachmann

Zu guter Letzt steht ein Beleuchtungscheck an. Funktioniert die Beleuchtungsanlage vorne und hinten? Falls nicht, sollten Kabel und Steckverbindungen überprüft werden. Bei Beleuchtungen mit Akkubetrieb sollten Radbesitzer spätestens vor der ersten Nachtfahrt überprüfen, ob dieser aufgeladen ist.

Grundsätzlich empfiehlt der ADFC außerdem, das Fahrrad einmal im Jahr von einem Fachmann prüfen zu lassen.

Von RND/lzi

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