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Wissen Der Vorname soll entscheidend für die Bildungschancen sein
Nachrichten Wissen Der Vorname soll entscheidend für die Bildungschancen sein
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15:46 16.09.2009
Vornamen wie Charlotte, Sophie, Marie stellen sich im Bewusstsein von Lehrern als leistungsstärker dar als Chantal oder Mandy. Quelle: Michael Thomas (Archiv)
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Bestimmte Vornamen führen bei vielen Grundschullehrern zu Vorannahmen, was die Fähigkeiten und das Verhalten der Kinder betrifft, wie eine am Mittwoch veröffentlichte Studie der Universität Oldenburg belegt. Demzufolge werden Schüler mit bestimmten Namen von Lehrern eher negativ oder positiv wahrgenommen.

Als eher freundlich, leistungsstärker und verhaltensunauffällig stellen sich laut der Studie Kinder mit Vornamen wie Charlotte, Sophie, Marie, Hannah, Alexander, Maximilian, Simon, Lukas oder Jakob im Bewusstsein von Lehrern dar. Dagegen werden Namen wie Chantal, Mandy, Angelina, Kevin, Justin oder Maurice eher mit Leistungsschwäche und Verhaltensauffälligkeit assoziiert. Besonders Kevin hat sich den Angaben zufolge als stereotyper Vorname für einen „verhaltensauffälligen“ Schüler herausgestellt.

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Solche einseitigen Erwartungshaltungen könnten dazu führen, dass Schüler „in Schubladen gesteckt“ werden, aus denen sie nur schlecht wieder herauskämen, sagt die federführend an der Studie beteiligte Erziehungswissenschaftlerin Astrid Kaiser. Der überwiegende Teil der Grundschullehrer assoziiere Persönlichkeitsmerkmale zu Vornamen, ohne darüber zu reflektieren oder davon Abstand zu halten. Nur ein sehr geringer Anteil halte eine kritische Distanz zu Vorannahmen in Verbindung mit Vornamen.

Die Wissenschaftler hatten per Online-Fragebogen knapp 2 000 Grundschullehrer anonymisiert befragt. Grundlage für die jetzt vorgestellten Ergebnisse ist die Auswertung von 500 Fragebögen.

ddp