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Wissen Die Haustierfrage: Hunde haben Hunger – Katzen haben Charakter
Nachrichten Wissen Die Haustierfrage: Hunde haben Hunger – Katzen haben Charakter
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16:26 13.09.2019
Eine Katze und ein Hund.

Die Deutschen geben 11 Milliarden Euro pro Jahr für ihre Haustiere aus. Das sind 1,6 Milliarden Euro mehr als vor fünf Jahren und 0,32 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Das ist sehr viel Geld. Es entspricht in etwa der Summe, die deutsche Eltern im Jahr in Kinderkleidung investieren. Mit anderen Worten: Es ist ein ziemlich großer Sack voll Geld. Am meisten Geld geht dabei für Hunde drauf: Hunde kosten 5,6 Milliarden Euro pro Jahr, wie eine Studie der Göttinger Wirtschaftswissenschaftlerin Renate Ohr ergab. Für Katzen geben wir 3,9 Milliarden Euro aus.

Das ist natürlich ungerecht. Denn es gibt viel mehr Katzen als Hunde in Deutschland: 14,8 Millionen im Vergleich zu neun Millionen. Warum sind Hunde trotzdem teurer? Weil Katzen selbstständiger sind. Hunde sind unfähig, sich selbst zu ernähren. Katzen werden sich immer irgendwie durchschlagen. Das führt zu der alten Frage, für was Sie sich im Zweifel entscheiden würden: Hund oder Katze?

Wölfe, die sich aufgegeben haben

Ein altes Sprichwort sagt: Kaufe nie einen Pitbull von einem einarmigen Mann. Ich würde präzisieren: Kaufe nie einen Pitbull – egal wie viele Arme der Besitzer hat. Bei Hunden weiß man nie. Selbst ein Chihuahua beißt dir noch den Finger ab, wenn er sich nicht im Griff hat. Es gibt gewiss auch sehr nette Exemplare. Aber bei vielen Hunden habe ich doch das Gefühl: Es sind Wölfe, die sich aufgegeben haben. Die folgen dem nächstbesten Dosenöffner blind in den Tod, und der Selbsthass macht sie unberechenbar.

Das würden Katzen niemals tun. Katzen sind Snobs mit Fell. Sie wirken wie Upperclass-Dämchen mit Schwanz, die immer zehn Minuten zu spät sind und dem Rest der Welt die Schuld daran geben. Die im Auto nicht blinken, weil es den Pöbel nichts angeht, wo sie hinwollen. Der wahre Charakter eines Mannes zeigt sich im Angesicht von langsamem Internet. Der wahre Charakter einer Katze zeigt sich im Angesicht eines fliegenden Insekts. Dann wird aus diesem Knäuel aus Weltverachtung, das die letzten 18 Stunden pennend auf dem Sofa verbracht hat, in Sekundenbruchteilen ein Axtmörder.

Katzen wollen regieren

Der ganze aufgesparte Hass entlädt sich in einer einzigen Eruption der Aggression. Die gesamte Existenz der Katze ist jetzt auf die Vernichtung jenes Subjekts ausgerichtet, das es wagte, in ihr Herrschaftsgebiet einzudringen. Im Kriegermodus werden Katzen zu jenen Wölfen, die Hunde nicht mehr sind.

Das ist der entscheidende Unterschied: Hunde wollen regiert werden, Katzen wollen regieren. Wenn Katzen nicht so faul wären, würden sie längst die Welt beherrschen. Katzen kann man nicht besitzen. Sie lassen sich höchstens dazu herab, gelegentlich dein Leben mit ihrer Anwesenheit zu vergolden. Im Gegenzug verlangen sie vollständige Unterwerfung. Hunden platzt vor lauter Loyalität die Blase. Katzen kommen und gehen, wann sie wollen. Wie die gelangweilten Söhne und Töchter südamerikanischer Diktatoren geben sie dir stets das Gefühl, in ihren Diensten zu stehen, nicht umgekehrt. Aus Angst vor Liebesentzug werden wir zu willfährigen Erfüllern ihrer Bedürfnisse.

„Ich bin ein Freund von Schweinen“, hat Winston Churchill mal gesagt. „Hunde blicken zu uns herauf, Katzen blicken auf uns herab. Schweine behandeln uns wie ihres­­gleichen.“ Schweine also. Möglicherweise ein guter Kompromiss im Haustierbereich.

Von Imre Grimm/RND

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