Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Wissen Die Schwalben kommen zurück – und brauchen Nistplätze
Nachrichten Wissen Die Schwalben kommen zurück – und brauchen Nistplätze
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:38 18.03.2019
Junge Schwalben, die unter einem Dachvorsprung groß gezogen werden, verlangen nach Futter. Quelle: Rainer Jensen/dpa
Anzeige
Berlin

Ab Mitte März würden die ersten Rauchschwalben und ab Mitte April die ersten Mehlschwalben aus ihren Winterquartieren zurückerwartet, erklärte der Nabu am Montag in Berlin. Jeder könne den Vögeln mit Nisthilfen, Kunstnestern, Lehmpfützen und insektenreichen Gärten helfen.

Beide Schwalbenarten seien gefährdet, erklärte der Verband. Der Bestand der Rauchschwalben sei bundesweit seit 1985 um mehr als 20 Prozent gesunken. Etwa 455.000 bis 870.000 Paare brüteten in Deutschland, bei Mehlschwalben sei der Rückgang ähnlich stark. Hier seien es noch zwischen 480.000 und 900.000 Paare.

Anzeige

Eine kleine Einflugluke reicht bereits

Mehlschwalben brüten vor allem in Städten und bauen ihre fast geschlossenen Nester an rau verputzte Hauswänden oder unter geschützten Dachvorsprüngen, wie es weiter hieß. Da sie in größeren Kolonien brüten, brächten die vielen Tiere reichlich Kot und Reste von Nistmaterial an Fassaden und auf dem Boden mit sich. Dagegen könne man mit einem einfachen, einen halben Meter unterhalb der Nester angebrachtem Brett aushelfen.

13.800 Plaketten für „Schwalbenfreundliches Haus“

Rauchschwalben leben den Angaben nach eher in ländlichen Regionen in Ställen und Scheunen. Um vermeintlichen Hygieneanforderungen gerecht zu werden, verschlössen viele Bauern die Gebäude aber. Dabei seien Schwalben Vertilger lästiger Fliegen und Mücken. Wichtig sei es deshalb, möglichst Fenster, Türen oder Einflugöffnungen als ständige Zugänge in der Brutsaison offenzuhalten. Eine kleine Einflugluke reiche Rauchschwalben bereits aus.

Laut Nabu wurden im vergangenen Jahr mehr als 2.500 Menschen mit der Nabu-Plakette für ein „Schwalbenfreundliches Haus“ ausgezeichnet. Seit 2009 seien schon rund 13.800 Plaketten vergeben worden.

Lesen Sie auch: Wildpflanzen gegen das Artensterben

Von RND/epd