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Wissen Mammut-Skelett mitten in L.A.
Nachrichten Wissen Mammut-Skelett mitten in L.A.
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14:42 19.02.2009
Ein gigantischer Fund: Ein Mammut-Skelett in L.A. Quelle: David McNew/afp
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In den für ihren fossilen Reichtum bekannten La Brea-Gräben in der kalifornischen Metropole stießen die Paläontologen auf ein Exemplar der ausgestorbenen Elefantengattung mit drei Meter langen Stoßzähnen, wie sie am Mittwoch (Ortszeit) mitteilten. Sie nannten das Mammut-Skelett liebevoll „Zed“.

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Zwischen weltbekannten Museen, mehrstöckigen Häusern und viel befahrenen Straßen befördern die Wissenschaftler jedes Jahr tausende Knochen zu Tage. „Die Funde liefern uns ein genaues Bild vom Leben auf der Erde vor 40.000 bis 10.000 Jahren vor unserer Zeitrechnung“, sagte Konservator John Harris, der für die Fossilienfunde in Los Angeles zuständig ist. Die La Brea-Gräben seien „eine Bibliothek des Lebens im Pleistozän“. Diese auch Eiszeitalter genannte geologische Epoche begann vor etwa einer Million und endete vor rund 10.000 Jahren.

Die La Brea-Gräben sind weltweit die einzige fossile Ausgrabungsstätte in einer Großstadt. Vor zehntausenden Jahren wurden die mit natürlichem Teer gefüllten Gräben für zigtausende Tiere zur tödlichen Falle. Seit 1969 erforschen Wissenschaftler die Stätte. Sie förderten etwa vier Millionen fossile Stücke zu Tage, darunter teilweise vollständig erhaltene Knochen und Zähne von Säbelzahntigern, aber auch von kleinerem Getier wie Schildkröten, Schlangen, Muscheln und Fischen sowie ganze Baumstämme und schichtenweise Eichenblätter.

afp