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Wissen Mondfinsternis, Sternschnuppen und Sternbilder im Dezember
Nachrichten Wissen Mondfinsternis, Sternschnuppen und Sternbilder im Dezember
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12:36 27.11.2010
Quelle: dpa
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Der Beginn der totalen Mondfinsternis am 21. Dezember - morgens um 7.32 Uhr - ist bei klarem Wetter noch von ganz Deutschland aus beobachtbar. Der Erdtrabant steht dabei allerdings schon recht tief im Nordwesten. Die totale Verfinsterung beginnt um 8.40 Uhr. An den meisten Orten in Deutschland ist der Mond dann schon untergegangen. Die Totalität dauert bis 9.54 Uhr, um 11.02 Uhr hat der Mond den Kernschatten der Erde wieder verlassen.

Die Nacht vom 20. auf den 21. Dezember ist die längste Vollmondnacht des Jahres. Gegen Mitternacht erreicht der Mond seine höchste Position in diesem Jahr. Er wandert in dieser Nacht aus dem Sternbild Stier in die Zwillinge. Vollmond ist exakt um 9.13 Uhr, Neumond am 5. Dezember um 18.36 Uhr. Zum Ersten Viertel am 13. Dezember hält sich der Mond mit 404 406 Kilometern Distanz in Erdferne auf. Seinen erdnächsten Bahnpunkt durchläuft der abnehmende Mond am 25. Dezember, wobei ihn 368.465 Kilometer von uns trennen.

Den Abendhimmel schmückt zum Jahresausklang der Riesenplanet Jupiter. Bald nach Sonnenuntergang leuchtet er als strahlend heller, weißer Lichtpunkt am Westhimmel auf. Am Abend des 13. Dezember hält sich der zunehmende Halbmond nahe dem Riesenplaneten auf. Jupiter wandert durch das Sternbild Wassermann und wechselt am 17. Dezember in das Sternbild Fische. Zu Monatsbeginn geht der Riesenplanet kurz nach ein 1.00 Uhr unter, zu Silvester schon gegen 23.20 Uhr.

Venus ist strahlender Morgenstern. Am 4. Dezember leuchtet der Planet der Liebesgöttin Aphrodite in größtem Glanz. Die Venus geht gegen 4.30 Uhr auf. Ebenfalls am Morgenhimmel vertreten ist Saturn. Der Ringplanet wandert durch das Sternbild Jungfrau und nähert sich allmählich ihrem Hauptstern Spica. Zum Jahresende steigt Saturn bereits eine Stunde nach Mitternacht über die östliche Horizontlinie. Ein interessanter Himmelsanblick ergibt sich am 2. Dezember gegen 6.00 Uhr, wenn sich zu dem Dreigestirn Saturn - Spica - Venus die Sichel des abnehmenden Mondes gesellt.

Der flinke Merkur überholt die Erde am 20. Dezember auf der Innenbahn. Zu Silvester kann er unter sehr guten Sichtbedingungen gegen 7.00 Uhr tief im Südosten erspäht werden.

Vom 7. bis 17. Dezember macht sich der Meteorstrom der Geminiden bemerkbar. Die Sternschnuppen scheinen dem Sternbild Zwillinge zu entströmen, daher ihr Name, der sich von der lateinischen Bezeichnung Gemini für Zwillinge ableitet. Der Höhepunkt dieses Stromes ist in den Morgenstunden des 13. Dezember zu erwarten, wo stündlich bis zu 120 Meteore über den Himmel huschen, mitunter auch sehr helle Objekte. Die beste Beobachtungszeit sind die Stunden zwischen 21.00 Uhr und 6.00 Uhr.

Am Fixsternhimmel nimmt hoch im Süden das kleine, aber markante Sternbild Widder seinen Platz ein. Es setzt sich hauptsächlich aus drei helleren Sternen zusammen, die ein stumpfwinkeliges Dreieck bilden. Vor über 2000 Jahren lag der Frühlingspunkt noch im Widder. Heute steht die Sonne zu Frühlingsbeginn am 20./21. März im Sternbild Fische.

Die gesamte östliche Himmelshälfte dominieren die Wintersternbilder mit vielen hellen Sternen, während im Westen noch das markante Herbstviereck zu sehen ist, das Pegasusquadrat. Von den Herbstbildern ist auch die Sternenkette der Andromeda noch vertreten, sie steht hoch im Westen, fast in Zenitnähe. Dies gilt für etwa 22.00 Uhr. Bei Einbruch der Dunkelheit um 17.00 Uhr entspricht der Anblick eher dem Spätsommerhimmel um 22.00 Uhr.

Am Osthimmel ist das komplette Wintersechseck erschienen. Es setzt sich aus den hellsten Sternen der sechs prominentesten Winterbilder zusammen. Hoch im Osten, fast im Zenit, steht die helle, gelbe Kapella im Fuhrmann und markiert die Spitze des Wintersechsecks. Es folgen der orange-gelbe Aldebaran im Stier, der bläulich-weiße Rigel im Orion, der ebenfalls bläuliche Sirius im Großen Hund - hellster Fixstern am irdischen Firmament - sowie Prokyon im Kleinen Hund und Pollux in den Zwillingen.

Die Sonne wandert durch das Sternbild Schlangenträger und wechselt am 18. Dezember in das Sternbild Schütze, in dem sie bis 20. Januar 2011 bleibt. Im Schützen passiert sie in der Nacht vom 21. auf den 22. Dezember um 0.38 Uhr den tiefsten Punkt ihrer Jahresbahn, der astronomische Winter beginnt. Der Winterpunkt markiert den Beginn des Tierkreiszeichens Steinbocks, weshalb man auch die tägliche Sonnenbahn zu Winterbeginn als Wendekreis des Steinbocks bezeichnet. Zu Winterbeginn erleben wir den kürzesten Tag und die längste Nacht des Jahres.

Monduntergangszeiten zur Finsternis am Morgen des 21. Dezember:

  • Hamburg 8.42 Uhr
  • Köln 8.39 Uhr
  • Berlin 8.22 Uhr
  • Leipzig 8.19 Uhr
  • München 8.06 Uhr

dpa