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Wissen Navigationssystem Galileo wird zum Milliardengrab
Nachrichten Wissen Navigationssystem Galileo wird zum Milliardengrab
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13:04 07.10.2010
Quelle: dpa
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Das europäische Navigationssatellitensystem Galileo wird sich einem Zeitungsbericht zufolge weiter verzögern und noch teurer als bisher veranschlagt. Laut Bundesregierung rechnet die EU-Kommission mit zusätzlichen Kosten für das Prestigeprojekt von 1,5 bis 1,7 Millarden Euro, berichtet die „Financial Times“ (Donnerstagausgabe). Zudem werde es auf lange Sicht Verluste schreiben, heißt es in einem Regierungsbericht, aus dem das Blatt zitiert.

„Insgesamt ist nach derzeit vorliegenden Schätzungen davon auszugehen, dass die Betriebskosten die direkten Einnahmen auch langfristig übersteigen werden“, heißt es in dem Bericht demnach weiter. Selbst bei Abzug direkter Einnahmen von 100 Millionen Euro liege der jährliche Zuschussbedarf bei 750 Millionen Euro. Bislang waren die jährlichen Betriebskosten auf lediglich rund 250 Millionen Euro beziffert worden.

Der Start der ersten zwei Galileo-Satelliten werde nun im dritten Quartal 2011, der Endausbau bis 2017/18 erwartet, berichtete das Blatt weiter. Damit würde Galileo zehn Jahre später als ursprünglich geplant fertig. Die ersten 14 Satelliten des europäischen Navigationssystems soll der Bremer OHB-Konzern bauen.

afp

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