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Nachrichten Wissen Sonntagnacht beginnt die Sommerzeit
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09:06 26.03.2010
Um Punkt 2.00 Uhr springen in der Nacht zum Sonntag (28. März) die Zeiger auf 3.00 Uhr.
Um Punkt 2.00 Uhr springen in der Nacht zum Sonntag (28. März) die Zeiger auf 3.00 Uhr. Quelle: dpa
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Die Zeitmstellung beschert den Menschen in Europa die kürzeste Nacht des Jahres. Die PTB hat die notwendigen Programmierungen der impulsgebenden Atomuhr im Sender DCF 77 in Mainflingen bei Frankfurt (Main) schon vor Wochen eingegeben. „Das alles ist für uns längst Routine, es hat noch nie eine Panne gegeben“, sagte PTB-Sprecher Jens Simon.

Zweimal im Jahr werden in Deutschland und weiten Teilen Europas die Uhren jeweils eine Stunde vor- oder zurückgestellt. Das ist gesetzlich festgeschrieben - im Zeitgesetz der Bundesrepublik Deutschland. Auch die beiden Tage für die Umstellung sind genau festgelegt: jeden letzten Sonntag im März werden die Uhren um eine Stunde vorgedreht, es gilt die Sommerzeit. Sie bleibt bis zum letzten Sonntag im Oktober aktuell. Dann springen die Zeiger um 60 Minuten zurück, und es gilt wieder die Normalzeit, die im Volksmund auch Winterzeit genannt wird.

Die jetzt gültige Regel zur Zeitumstellung wurde in Deutschland 1980 eingeführt. Damals galt die Überzeugung, dass durch eine bessere Nutzung des Tageslichts Energie gespart werden könne. Hintergrund dieser Überlegung waren unter anderem die Nachwirkungen aus der Zeit der Ölkrise von 1973. Laut Erkenntnissen des Bundesumweltamtes spart man zwar während der Sommerzeit abends elektrisches Licht, allerdings werde dafür morgens mehr geheizt - vor allem in den kalten Monaten März, April und Oktober. Insgesamt steige der Energieverbrauch dadurch sogar an.

Im Jahr 1994 wurden die unterschiedlichen Regelungen zur Sommer- und Normalzeit in der Europäischen Union vereinheitlicht. Sie gilt seitdem mit kleinen Ausnahmen wie den Kanaren oder den Azoren in allen EU-Mitgliedsstaaten.

dpa