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Wissen „Unsere Jobs zerstörten fast unsere Liebe“
Nachrichten Wissen „Unsere Jobs zerstörten fast unsere Liebe“
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15:16 12.10.2019
Andrea und Carsten standen wegen ihrer Jobs vor dem Beziehungsaus. Quelle: Getty Images

Carsten und ich sind beide Anwälte. Wir lernten uns vor elf Jahren in einer Kanzlei kennen. In Sachen Familienplanung habe ich immer mit offenen Karten gespielt: Ich möchte keine Kinder. Und Carsten ging es genauso. Aber vor vier Jahren änderte er plötzlich seine Meinung.

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Bei der Familienplanung gibt es keine Kompromisse

Ich reagierte auf seinen Sinneswechsel heftig, zu heftig. Aber bei diesem Thema gibt es leider keine Kompromisse. Carsten war verletzt und ging mir tagelang aus dem Weg. Angeblich hatte er viele Abendtermine. Ich glaubte ihm nicht. Als ich ihn darauf ansprach, stritten wir. Er sei sich nicht sicher, ob unser Leben noch das sei, was er wolle, schrie er und zog mit seinem Bettzeug ins Wohnzimmer.

Ich wollte nicht wieder diejenige sein, die Nein sagt.

Am nächsten Tag nahmen wir uns beide frei und redeten. Nicht zwischen Tür und Angel, sondern stundenlang. Ich sagte ihm, dass ich ihn liebe, aber ein Kind kein Gefallen sei, den ich ihm tun könne. Aber ich würde verstehen, wenn er sich für seinen Wunsch und gegen unsere Beziehung entschiede. Carsten blieb. Einige Monate später fragte er, ob wir uns selbstständig machen wollen. Ich sagte Ja. Auch zu den viel zu teuren Büroräumen, denn ich wollte nicht wieder diejenige sein, die Nein sagt.

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Aus der Liebe wurde eine Geschäftsbeziehung

Als er so vor mir stand, abgearbeitet, blass und traurig, spürte ich, dass ich nicht ohne ihn sein möchte.

Es passierte, was ich befürchtet hatte: Die Kosten fraßen uns auf. Wir arbeiteten nonstop, doch es reichte nicht. Ein Privatleben gab es nicht mehr, unsere Liebe verwandelte sich in eine Geschäftsbeziehung. Nach acht Monaten flippte ich aus und rechnete damit, dass nun wirklich alles zerbrechen würde.

Doch Carsten war genauso fertig wie ich. Als er so vor mir stand, abgearbeitet, blass und traurig, spürte ich, dass ich nicht ohne ihn sein möchte. Wir beschlossen, zwei weitere Kollegen mit in die Kanzlei zu nehmen, um die finanzielle Belastung in den Griff zu bekommen. Und wir beschlossen: Um Punkt 19 Uhr sind wir zu Hause, kochen oder gehen gemeinsam klettern – unser neues Hobby. Dann zählen nur wir.

RND/protokolliert von Stephanie Arndt

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