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Nachrichten Wissen Was hilft gegen Mückenstiche?
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14:25 04.06.2019
Eine mit Blut vollgesaugte Mücke.  Quelle: dpa
Hannover

Ein lauer Sommerabend am See, die Sonne geht unter - pure Entspannung. Wenn da nicht die Mücke wäre. Die lästigen Blutsauger werden vom Atem und Körpergeruch angelockt und können nicht widerstehen. Und schon ist er da, der Mückenstich. Sein Juckreiz treibt viele fast in den Wahnsinn.

Es gibt aber ein paar Tricks, mit denen man sich die Störenfriede vom Leib halten kann. Was hilft gegen Mücken und wie behandelt man Mückenstiche am besten?

Mückenstiche: Alle Hilfsmittel gegen den Juckreiz im Überblick 

  • Hausmittel gegen Mückenstich

  • Pflanzen und natürliche Mittel

  • Mittel aus der Apotheke

  • Speichel und Wasser

Was schützt vor einem Mückenstich?

Natürlich kann nicht jeder Mückenstich verhindert werden, aber die richtigen Schutzmaßnahmen sorgen für ein deutlich reduziertes Risiko. Zu Hause können Sie sich mit Fliegengittern oder Mückensteckern für die Steckdose vor den ungeliebten Besuchern schützen.

Zwar gibt es in Deutschland nur selten exotische Mücken mit entsprechenden Erregern und das Risiko an einer schlimmen Infektion zu erkranken ist gering, dennoch können auch harmlose Mückenstiche Allergien und Entzündungen hervorrufen. Aber auch Borreliose, das Sindbis-Virus, das Zika-Virus oder das Dengue-Fieber sind durch Mücken übertragbar. Mit den richtigen Schutzmaßnahmen können Sie aber entsprechend vorbeugen und sich weitgehend schützen.

  • Mückenschutzmittel auftragen

  • Mückenstecker für die Steckdose

  • Fliegengitter, bzw. Moskitonetze an Fenstern und Türen anbringen

  • Schweißgeruch vermeiden.

  • Beim Licht einschalten die Fenster schließen.

Wie hält man sich die Mücken unterwegs vom Leib?

Im Prinzip ist es simpel sich auch unterwegs vor Mücken zu schützen. Helle Kleidung tragen, Arme und Beine bedeckt halten und auf stark duftende Duschgels, Shampoos, Lotionen und Parfüms verzichten. Diese Maßnahmen sollten bereits dafür sorgen, dass sich viele Mücken nicht angelockt fühlen. Vermeiden Sie helles Licht in den Abendstunden, das lockt die Mücken an. Auch können folgende Düfte und Öle für unbeschwerte Stunden im Freien sorgen:

•Lavendel

•Zitronengras und Zitronenmelisse

•Citronellaöl

•Katzenminze

•Gewürzlorbeer

•Salbei

Natürlich eignen sich die genannten Öle auch für Zuhause. Unterwegs halten entsprechende Mückenschutzmittel für die Haut die lästigen Insekten fern. Sie sind mittlerweile schon für die Kleinsten geeignet und vertreiben nebenbei auch andere Plagegeister wie Zecken. Immer mehr dieser Mittel schrecken zudem ebenfalls Tigermücken und weitere Exoten erfolgreich ab.

Wärmen oder Kühlen? Was hilft nach einem Mückenstich?

Hat man die Mücke auf der Haut entdeckt und zugeschlagen, ist es meist schon zu spät. Denn der eigentliche Stich bleibt oft unbemerkt. Ganz im Gegenteil zum Juckreiz und zur Schwellung.

Beides tritt bereits kurz nach dem Mückenstich ein. Doch was hilft nun eigentlich? Wärmen oder lieber kühlen?

Die Antwort ist ganz klar: Kühlen. Sowohl gegen die Schwellung als auch gegen das Jucken hilft Kälte am besten. Daher sollten Sie die Stelle schnell kühlen. Folgende Hilfsmittel können zur Kühlung nach einem Mückenstich helfen:

  • Ein nasser kalter Lappen

  • Eiswürfel oder ein Kühlpad aus dem Eisfach (in ein Handtuch eingewickelt)

  • Antihistaminika in Form von speziellen Salben oder zusätzlich kühlenden Gels aus der Apotheke

Zusätzlich wärmen sollte man den Mückenstich hingegen nicht, aber ein Erhitzen der Stelle kann auch gegen das Jucken helfen - am besten noch bevor der Juckreiz einsetzt. Dabei ist jedoch Vorsicht geboten, denn es besteht Verbrennungsgefahr!

Erhitzen Sie einen Gegenstand aus Metall, etwa eine Münze oder einen Löffel. Ideal sind ca. 50 Grad Celsius. Forscher vermuten, dass durch die Hitze die Eiweißverbindungen zerstört werden, die in dem Insektenspeichel enthalten sind. Außerdem soll die Hitze jene Hautrezeptoren blockieren, an denen die blutgerinnungshemmenden Substanzen aus dem Speichel der Mücke andocken.

Mückenstiche mit Speichel und Wasser behandeln

Speichel oder eine kalte Flasche Wasser können als Erste-Hilfe-Maßnahmen ebenfalls Abhilfe verschaffen.

Welche Hausmittel helfen bei Mückenstichen?

Ein bewährtes Hausmittel zur Behandlung von Mückenstichen ist die gute alte Zwiebel. Einfach eine aufgeschnittene Zwiebel auf den Mückenstich legen. Der Juckreiz wird gelindert und die Schwellung geht zurück. Welche Hausmittel sind außerdem Hilfreich?

  • Essig

  • Zahnpasta

  • Quark aus dem Kühlschrank

  • Hochprozentiger Alkohol (zum Desinfizieren auf den Mückenstich; nicht trinken)

  • Salzwasser

  • Umschläge mit Kohl, Gänseblümchen, Spitzwegerich oder Meerrettich

  • Saft aus einer Aloe Vera Pflanze

  • Lavendelöl

Welche Mittel aus der Apotheke helfen gegen Mückenstiche?

Bei Mitteln zur Behandlung von Mückenstichen aus der Apotheke sind vor allem Gels ratsam, die ein leichtes Antihistaminikum enthalten. Das Antihistaminikum wirkt lindernd gegen den Juckreiz und die Schwellung. Das Gel hat zudem eine kühlende Wirkung auf der Haut. Zusätzlich hemmen Antihistaminika das für die allergische Reaktion verantwortliche Histamin. Gerade im Urlaub möchte man solche Gels nicht missen, sollte man einer Mückenplage ausgesetzt sein.

Daneben gibt es aber auch niedrig dosierte Kortisoncremes in Apotheken zu kaufen. Eine Behandlung mit Kortisoncremes sollte jedoch nur in Absprache mit einem Arzt erfolgen. Sie eignet sich für Menschen, die empfindlich auf die Stiche reagieren und sind nur eine kurzfristige Lösung. Hier finden Sie noch einmal Mittel aus der Apotheke gegen Mückenstiche:

  • Kühlende und juckreizlindernde Salben

  • niedrig dosierte Kortisoncremes

  • Juckreizlindernde Tropfen

  • Kühlstifte

Was passiert bei einem Mückenstich im Körper und warum lösen Mückenstiche Juckreiz aus

Über den Speichel der Mücke gelangen Proteine in die Haut, die die Blutgerinnung verhindern. Dagegen aktiviert der Körper nun Abwehrmechanismen in Form von Histamin. Als Nebeneffekt löst das Hormon allerdings auch den Juckreiz, sowie Schwellungen und Rötungen aus.

Warum sollte man bei einem Mückenstichen nicht kratzen?

Durch das Kratzen können Krankheitserreger in den Körper gelangen und die Stelle entzündet sich. Außerdem enthält der Speichel der Mücke den juckenden Gerinnungshemmer, der durch das Kratzen noch weiter verteilt wird. Die Folge ist ein stärkerer Juckreiz und eine Vergrößerung des Mückenstichs.

Was kann man tun, wenn sich der Mückenstich entzündet hat?

Auch entzündete oder infiziert erscheinende Mückenstiche sollten bei einem Arzt abgeklärt werden. Im schlimmsten Fall verordnet dieser Antibiotika oder vergleichbare Medikamente. Wer weiß, dass er auf Mückenstiche besonders empfindlich oder allergisch reagiert und zu Entzündungen neigt, kann mit folgenden Maßnahmen Schlimmeres vermeiden:

1. Desinfektion ist das A und O; grundsätzlich sollte jeder Stich desinfiziert werden. Praktische Sprays für unterwegs gibt es in vielen Drogeriemärkten und in der Apotheke.

2. Hitze hilft; ein erwärmter Metalllöffel oder noch besser ein Stichheiler aus der Apotheke zersetzen Gifte und Speichel der Insekten, so dass diese kaum Schaden anrichten können. So wird auch der Juckreiz gelindert.

3. Anschließend können weitere Mittel wie Salben, Tropfen oder Tabletten für Linderung bei Juckreiz oder Schwellungen sorgen.

4. Und ganz wichtig: Nicht kratzen! Auch wenn es schwer fällt, so heilt der Stich schneller und entzündet sich weniger häufig.

Allergie gegen Mückenstiche – So handeln Sie richtig

Leider bleibt es nicht immer bei einem harmlosen Mückenstich. Allergien kommen längst nicht nur bei Bienen oder Wespen vor, auch gegen scheinbar harmlose Mückenstiche können Menschen allergisch sein und entsprechend reagieren. Auch kann es zu Entzündungen und Infektionen kommen. Viele Mücken und Insekten stechen mehrfach, fliegen von Mensch zu Mensch, auch mal von Tier zu Mensch, im schlimmsten Fall von Fäkalien zu Mensch.

So kann es schnell zu unschönen Infektionen oder Entzündungen der Haut kommen. Und diese können sich mitunter schnell ausbreiten und großen Schaden anrichten. Egal ob Allergie oder Infektion, meist werden die Hautbereiche großflächig dick und rot, heiß und schmerzhaft. Atemnot oder ähnliches bleibt bei Mückenstichen in der Regel aus, aber die Haut kann beispielsweise mit Quaddeln und Rötungen reagieren.

Wenn Sie zu allergischen Reaktionen neigen, sollten Sie dies in jedem Fall mit Ihrem Arzt besprechen. Ohnehin sollten auffällige Mückenstiche immer einem Arzt gezeigt werden. Bei allergischen Reaktionen gibt es spezielle Mittel, Salben, Tropfen etc., die dann eingenommen werden und Linderung bringen.

Von RND

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